Newsticker

Bayerns Ministerpräsident Söder sieht Kampf gegen Corona in entscheidender Woche
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Welchen Weg geht das Volkstheater?

Neuburg

20.05.2015

Welchen Weg geht das Volkstheater?

Teuere, aufwendige Produktionen hat das Neuburger Volkstheater in den vergangenen Freilicht-Spielzeiten auf die Bühne gebracht. Unter anderem ... 
4 Bilder
Teuere, aufwendige Produktionen hat das Neuburger Volkstheater in den vergangenen Freilicht-Spielzeiten auf die Bühne gebracht. Unter anderem ... 
Bild: Barbara Würmseher

Die Vorstandschaft diskutiert, ob es weiter die gewohnt opulenten Inszenierungen geben wird. „Alles ist offen“, heißt es.

Die Zukunft des Neuburger Freilichttheaters steht auf dem Prüfstand. Die Vorstandschaft des Volkstheaters diskutiert zurzeit intensiv, was künftig aus seinem Theatersommer werden soll, der im Jahr 1988 mit der ersten „Jedermann“-Aufführung vor der Hofkirche begründet worden ist. 2016 steht turnusmäßig die nächste Spielzeit an. Seit 26 Jahren also gibt es im Zwei-Jahres-Rhythmus groß angelegte Inszenierungen, die zig-tausende von Zuschauern begeistert haben. Ob Karlsplatz, ob Schlosshof – stets waren es große Bühnen, opulente Kulissen und weit über 100 Mitwirkende. Die Dimension hat sich immer mehr gesteigert, hat man den Eindruck.

Man darf folglich getrost davon sprechen, dass das Neuburger Volkstheater mit seinem Freilichtspiel eine Tradition begründet hat, mit der es in der örtlichen Theaterszene einzigartig dasteht. Nun aber gibt es Informationen, die besagen, dass diese Ära möglicherweise zu Ende geht.

Mit einem abrupten Ende der legendären Aufführungen ist dabei wohl nicht zu rechnen. Denn: „Es wird definitiv wieder ein Freilichtspiel geben“, so ist unisono vom Vorsitzenden Hans Wöhrl und seiner Stellvertreterin Kerstin Egerer zu erfahren. Doch in welcher Form, in welcher Größe, mit welchem technischen und finanziellen Aufwand – und erst recht mit welchem Stück, das ist momentan die große Frage. „Wir denken in alle Richtungen“, sagt Kerstin Egerer gegenüber der Neuburger Rundschau.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

So ist beispielsweise im Gespräch, einen anderen, einen kleineren Schauplatz zu wählen. Der Karlsplatz – ob seiner Kulisse sicher ein attraktiver Standort – hatte stets auch viel Aufwand bedeutet. Man denke nur an die notwendige Straßensperrung und an die Belastung für Anwohner. Eine kleinere Dimension würde auch weniger Licht- und Tontechnik bedeuten und keine riesige Tribüne mehr – beides Kostenfaktoren. „Wir geben jedes Mal rund 70000 Euro im Vorfeld aus, bevor überhaupt ein Schauspieler die Bühne betreten hat. Ein Haushaltsetat von 120000 Euro war zuletzt die Regel“, so Hans Wöhrl, der von knallharten Budget-Verhandlungen spricht und von Risiken, die sich aus diesen finanziellen Dimensionen ergeben. Bisher hat es immer geklappt, mit einer schwarzen Null aus den Spielzeiten zu gehen. Aber es bleibe die Angst vor Defiziten.

Oberspielleiter Oliver Vief sieht die Entwicklung beim Freilichtspiel ganz entspannt. „Es wird Änderungen geben“, so viel verrät er, „aber Fakt ist, dass noch nicht feststeht, welche.“ Aus künstlerischer Sicht würde er es begrüßen, „wenn nicht so viel finanzieller Druck auf uns lasten würde. Dann könnte ich vieles ausprobieren. Ich glaube, es könnte etwas passieren, womit in Neuburg kein Mensch rechnet...“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren