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Eichstätt: Vom Steinbruch in die App: Fossilien werden digital erfasst

Eichstätt

Vom Steinbruch in die App: Fossilien werden digital erfasst

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    Freuen sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Pächterin des Besuchersteinbruchs Blumenberg: (von links) Christoph Würflein (Naturpark Altmühltal), Olivia Schönhofer (Steinbruch Blumenberg), Dr. Christina Ifrim (Jura-Museum) und Georg Bergér (Museum Bergér).
    Freuen sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Pächterin des Besuchersteinbruchs Blumenberg: (von links) Christoph Würflein (Naturpark Altmühltal), Olivia Schönhofer (Steinbruch Blumenberg), Dr. Christina Ifrim (Jura-Museum) und Georg Bergér (Museum Bergér). Foto: Andrea Hüttinger, Naturpark Altmühltal

    Der Blumenberg zwischen Eichstätt und Schernfeld gehört zu den bedeutendsten Fossilienlagerstätten im Naturpark Altmühltal. Über 800 verschiedene Fossilienarten wurden hier in den Solnhofener Plattenkalken bisher gefunden. Besondere Berühmtheit erlangte im 19. Jahrhundert ein Original des seltenen Urvogels Archaeopteryx, der heute als „Berliner Exemplar“ im Naturkundemuseum Berlin zu bewundern ist. Auch außergewöhnliche Libellen und ein Fisch, der mitsamt seiner Beute im Maul versteinert wurde, wurden aus den Kalkschichten geborgen. Zu sehen sind diese Funde im nahen Museum Bergér auf dem Harthof und im Jura-Museum auf der Willibaldsburg. 

    Der Besuchersteinbruch Blumenberg wurde vor über 40 Jahren erschlossen

    Um allen Interessierten die Fossiliensuche zu ermöglichen, hat der Landkreis Eichstätt bereits vor über 40 Jahren den Besuchersteinbruch Blumenberg erschlossen. Insbesondere Schulklassen und Familien mit Kindern gehen hier seitdem auf eine spannende Schatzsuche. Zwar haben die Hobbysammler seither noch keinen Archaeopteryx gefunden, Ammoniten in ihrer unverwechselbaren Schneckenform oder Haarsterne – hübsche Verwandte heutiger Seelilien – findet allerdings fast jeder. 

    Diese Fossilie stammt aus dem Altmühltal und ist in Solnhofen zu sehen.
    Diese Fossilie stammt aus dem Altmühltal und ist in Solnhofen zu sehen. Foto: Lilo Solcher

    Der Besuchersteinbruch Blumenberg ist ein zentraler Bestandteil im geotouristischen Netzwerk des Naturparks Altmühltal, unverzichtbar für den Geo-Standort Eichstätt/Schernfeld mit dem Jura-Museum, dem Museum Bergér und dem Umweltstudienplatz der Jugendherberge Eichstätt. 

    Olivia Schönhofer ist neue Pächterin des Besuchersteinbruchs Blumenberg

    Seit dieser Saison kümmert sich die neue Pächterin, Olivia Schönhofer, um die Steinbruchbesucherinnenn und -besucher. Am Kiosk erhält der Gast notwendige Utensilien für die Fossiliensuche wie Hammer und Meißel, sachkundigen Rat, wie Platten richtig geborgen und gespalten werden, und anschließend eine erste Einschätzung, was man gefunden hat. 

    Der Steinbruch öffnet bis 5. November Dienstag bis Sonntag sowie feiertags von 10 bis 16 Uhr. Bei sehr schlechtem Wetter kann der Steinbruch allerdings geschlossen bleiben. Aktuelle Infos dazu gibt es unter der Telefonnummer 0176/53005882. 

    Neu in dieser Saison ist eine Fossilien-Web-App, mit der die Funde der Besucherinnen und Besucher erstmals schon im Steinbruch digital erfasst werden können. So kann erstmals ein umfassenderer Überblick über die Funde im Besuchersteinbruch gewonnen werden. Durch die digitale Funderfassung erhofft man sich neue Erkenntnisse über die dortige jurazeitliche Lebenswelt sowie einen verbesserten Fundnachweis, heißt es in einer Mitteilung des Naturparks Altmühltal. Die Erfassung startet voraussichtlich am 1. Juni. Sollte sich die App in der Praxis bewähren, kann sie auch in anderen Besuchersteinbrüchen im Naturpark genutzt werden. (AZ)

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