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20.09.2019

Sepp Meier: „Wieso sollten wir verlieren?“

Freut sich auf das Spitzenspiel gegen den Kreisklassen-Absteiger SC Rohrenfels: Illdorfs Trainer Sepp Meier, der mit seinen Schützlingen am Saisonende den Aufstieg feiern möchte.
Bild: Xaver Habermeier

Der Trainer geht optimistisch in das Spitzenspiel zwischen dem FC Illdorf und dem SC Rohrenfels. Er spricht über das Ziel Aufstieg und die Rolle des Alters.

Herr Meier, der FC Illdorf steht nach drei Siegen und zwei Remis auf dem vierten Rang in der A-Klasse Neuburg. Ein solider Start in die Saison, oder?

Meier: Man muss berücksichtigen, dass vier der fünf Partien auswärts stattgefunden haben. Wir sind immer noch ungeschlagen. Daher ist der Start in Ordnung.

Ärgert Sie in diesem Zusammenhang eventuell noch das 3:3-Unentschieden gegen den TSV Ober-/Unterhausen am vorletzten Spieltag? Der Gegentreffer fiel in der Nachspielzeit und der TSV hat diese Saison wohl nicht dieselben Ambitionen wie Ihre Mannschaft…

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Meier: Klar war unser Ziel, zu gewinnen. Unterm Strich geht das Unentschieden aber in Ordnung. Man würde Oberhausen nämlich unrecht tun, wenn man behaupten würde, sie hätten nicht gut gespielt. Das Unentschieden in Neuburg ärgert mich mehr. Wir haben eine richtig gute Leistung gezeigt und hätten durchaus gewinnen können.

Wie fällt Ihr Fazit zum vergangenen Match gegen den VfR Neuburg II, das 1:1 endete, aus?

Meier: Es war ein wirklich gutes A-Klassen-Spiel. Wir tun uns gegen Mannschaften, die spielerische Lösungen suchen, generell leichter. Am Ende war das Remis mehr als verdient.

Inwiefern kommen Ihrem Team spielerisch starke Teams entgegen?

Meier: Weil wir auch versuchen, Fußball zu spielen. Gegen Teams, die ausschließlich lange Bälle schlagen, haben wir Probleme. Wir tun uns schwer, diese zu verarbeiten und lassen uns aus dem Konzept bringen. Meine Mannschaft durchläuft aktuell einen Reifeprozess. Wir müssen auch aus solchen Spielen lernen.

Der VfR Neuburg ist mit drei Akteuren aus der ersten Garde angetreten. Sollten Sie unter diesem Gesichtspunkt nicht sogar glücklich mit dem Punktgewinn sein?

Meier: Nein, bin ich nicht. Ich wollte auch in Neuburg gewinnen.

Das hört sich durchaus selbstbewusst an…

Meier: Ich gehe mit dieser Einstellung in jedes Spiel. Ansonsten bräuchten wir doch gar nicht hinfahren. Außerdem gehören wir zu den Spitzenteams der Liga. Da ist es doch klar, dass wir jedes Spiel gewinnen wollen.

Als Spitzenteam müsste dann wohl der Aufstieg das Ziel sein?

Meier: Ja klar. Mein Ziel, und das der Mannschaft auch, ist der Aufstieg. Es ist aber kein Muss. Dafür sind der Verein und die Führung zu bodenständig. Unser Ziel ist es aber auf jeden Fall, oben mitzuspielen.

Vom Verein wird also nichts vorgegeben?

Meier: Der Verein will, dass sich die Spieler entwickeln. Alles andere wird man sehen. Die Liga ist dieses Jahr sehr stark.

Zu den Favoriten zählt wohl auch die zweite Auswahl des VfR Neuburg. Wie bewerten Sie denn allgemein das „Runterschieben“ von Spielern in eine zweite Mannschaft? Macht so etwas Gegner und vor allem die Liga noch unberechenbarer?

Meier: Das ist eine gute Frage. Ich habe diese Situation als Trainer der ersten und zweiten Mannschaft in Rain auch schon erlebt. Aus meiner Sicht gibt es da aber nichts zu beklagen. Spieler, die in der ersten Mannschaft nicht spielen, müssen eben in der „Zweiten“ ran.

Am morgigen Sonntag hat Ihr Team direkt gegen den nächsten Aufstiegskandidaten vor der Brust. Wie schätzen Sie den aktuellen Tabellenführer SC Rohrenfels ein?

Meier: Für mich gehört Rohrenfels ganz klar zu den Favoriten in dieser Liga. Sie haben bisher alle fünf Spiele gewonnen. Diese Serie wollen wir brechen. Respekt ist da, aber keine Angst.

Was stimmt Sie positiv, dass Sie es schaffen diese Serie zu brechen?

Meier: Wir sind ungeschlagen. Wieso sollten wir also gegen den SC Rohrenfels verlieren? Der FC Illdorf muss für jede Mannschaft ein schwieriges Pflaster sein.

In diesem Match treffen nicht nur zwei Spitzenmannschaften der A-Klasse, sondern auch die beiden ältesten Trainer der Liga aufeinander. Welche Rolle spielt denn das Alter in einem Trainerjob?

Meier: Das sollen andere beurteilen. Ich habe in meiner Trainerkarriere aber fast alles erlebt und war von der C-Klasse bis hin zur Regionalliga in jeder Liga als Trainer tätig. Ich bin mehrmals aufgestiegen, habe aber auch schon viele Niederlagen erlebt. Das alles zählt aber nichts und ist Geschichte. Das Hier und Jetzt ist wichtig.

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