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Motorradsport

01.07.2019

Zwei Leckerbissen mit Hindernissen

Gab in der Steiermark bis zu seinem Sturz eine tolle Figur ab: Philipp Trinkner.
Bild: Klaus Benz

Philipp und Dieter Trinkner vom MC Neuburg haben mit ihren Enduros sowohl in der Steiermark als auch in Sachsen mit Problemen zu kämpfen

Zwei echte „Leckerbissen“ standen auf dem Programm der Classic-Enduro-Fahrer des MC Neuburg, Philipp und Dieter Trinkner. Zum einen die Zwei-Tages-Fahrt „Rund um den Mühlener Krug“ in der Steiermark und zum anderen die traditionelle Classic-Geländefahrt „Rund um Zschopau“ in Sachsen.

Die 200 Startplätze für den Wettbewerb im österreichischen Mühlen waren innerhalb kürzester Zeit vergeben. Kein Wunder, schließlich wurden dort schon viele Europameisterschaften ausgetragen. Teilweise sind die Streckenabschnitte in die etwas mehr als 50 Kilometer lange Geländerunde eingebaut, was die Sache nicht leichter machte. In zwei Tagen musste die äußerst selektive Runde drei Mal absolviert werden. Die Spreu trennte sich dabei schnell vom Weizen. Die anspruchsvolle Aufgabenstellung mit steilen Auf- und Abfahrten führte bis auf eine Höhe von 1600 Meter. Vier Gelände-Sonder- sowie drei Beschleunigungs-Prüfungen und eine Trial-Sektion entschieden über die Platzierungen in den einzelnen Klassen.

Philipp und Dieter Trinkner starteten in der Viertaktklasse C 7 für Motorräder Baujahr 1981 bis 1985 (18 Starter). „Junior“ Philipp musste in einer Sonderprüfung der schweren Strecke Tribut zollen. Er stürzte, schlug sich dabei ein Loch in den Seitendeckel des Motors und musste aufgeben. Für „Papa“ Dieter reichte es am Ende der Veranstaltung zu einem guten neunten Platz. Klassensieger wurde der ehemalige Welt- und Europameister Eddy Hau, der trotz seines Alters nichts von seinem Können eingebüßt hat.

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Bei der 19. Classic-Geländefahrt „Rund um Zschopau“ ist schon das Ambiente eine Teilnahme wert. Das Fahrerlager wird traditionell vor dem ehemaligen MZ-Werk (Motorenwerke Zschopau) eingerichtet. Die Fahrzeugabnahme und der „Parc-Ferme“, in dem die Motorräder in der Nacht vor dem Wettbewerb stehen müssen und nicht berührt werden dürfen, ist im Hof des Schlosses Wildeck eingerichtet. Auch der Start am Samstagmorgen von der Startrampe am alten Rathaus aus sorgt für eine perfekte Classic-Atmosphäre. Hinzu kommt die immer noch vorhandene Motorrad-Begeisterung der Bevölkerung für den Geländesport.

290 Teilnehmer aus sieben Nationen gingen im Erzgebirge an den Start. Die 50 Kilometer lange Geländerunde, die drei Mal befahren werden musste, wies alles auf, was eine anspruchsvolle Geländefahrt beinhalten muss. Viele „Single-Trials“ über Felsen und Wurzeln sowie Überquerungen von Wasserläufen – es war alles geboten, um das Herz des Geländesportlers zu erfreuen. Die Besten wurden, wie in der Steiermark, durch vier gezeitete Sonderprüfungen ermittelt.

Dieter Trinkner fing sich in der zweiten Runde auf einem steinigen Waldstück einen Plattfuß am Hinterrad ein. Zwar gelang die Reparatur. Doch die Sollzeit wurde durch das Missgeschick überschritten, womit der Wettbewerb für den Neuburger zu Ende war. Doch der MCN-Pilot nahm es gelassen, war doch das bis dahin Erlebte vom Feinsten. Und bei der Jubiläumsveranstaltung im nächsten Jahr wird erneut mit frischem Mut angegriffen. Vielleicht dann wieder als Vater-Sohn-Gespann.

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