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Tourismus in Oettingen

29.01.2018

Acht neue Stellplätze an der Wörnitz

Der Bereich mit Bäumen und Böschung rechts des Parkplatzschildes für Wohnmobile soll zu acht weiteren Stellplätzen umgebaut werden. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung deshalb die Rodung dieser Bäume beschlossen.
Bild: Verena Mörzl

Künftig sollen Wohnmobilisten in Oettingen mehr Platz bekommen. Dafür müssen einige Bäume gefällt werden. Der Stadtrat hat das bereits beschlossen.

Entlang der Romantischen Straße ist der Zwischenstopp in Oettingen für viele Urlauber sehr beliebt. Die Stellplätze Am Schießwasen sind vor allem im Sommer schnell belegt, sodass die Touristen entlang der Festplatzwiese und auch bis vor zum Wörnitzufer parken, meist auch auf der Wiese. Bereits bei der jüngsten Bürgerversammlung hatte ein Anlieger daran erinnert, dass es doch eine gute Idee wäre, diesen Platz auszubauen, denn die Touristen seien für Oettingen wichtig. Die Stadt hat langfristig auch schon Pläne.

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Für eine kurzfristige Lösung drückte Bürgermeisterin Petra Wagner jetzt auf die Tube. Denn für acht weitere Stellplätze müssten Bäume gefällt werden, und das ist nur bis Ende Februar möglich. Dann darf für eine bestimmte Zeit nicht gerodet werden. Wagner schlug in der Stadtratssitzung deshalb vor, dass man die Bäume, rechts der aktuellen Stellplätze gelegen, fällt, die Böschung abträgt und die Zäune versetzt. Wegen der Frist hat Stadtbaumeister Klaus Obermeyer um einen Termin gebeten und Petra Wagner den Punkt kurzfristig unter „Sonstiges“ auf die Tagesordnung gesetzt. Der Geschäftsstellenleiter bestätigte, dass dieser Schritt rechtlich zulässig sei.

Rund 48.000 Euro in den Haushalt einstellen

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Für den Finanzplan der Stadt Oettingen gibt es bereits eine veranschlagte, noch nicht endgültige Summe für den provisorischen Ausbau des Platzes. Wie die Bürgermeisterin sagt, sollen rund 48000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. 3000 Euro koste eine Elektrosäule, rund 10.000 Euro ein neuer Zaun. Deutlich höher sei die Summe, die für das Abtragen des Bodens vorgesehen sei. Petra Wagner sagte in der Sitzung, dass Am Schießwasen bei Untersuchungen festgestellt worden sei, dass der Boden an dieser Stelle belastet sei. Mit Entsorgungskosten müsse die Stadt deswegen mit rund 35.000 Euro rechnen.

Das Gremium stimmte für die Rodung, weil es keine sehr alten Bäume seien, wie auf Nachfrage von Stadtrat Ludwig Däubler (Aktive Bürgerliste) mitgeteilt wurde. Auch der Wall soll laut Bürgermeisterin abgetragen, der Zaun abgerissen und ein Stückchen versetzt ein neuer wieder aufgebaut werden.

Auf lange Sicht soll das gesamte Oettinger Naherholungsgebiet Mühlespan aufgewertet werden. Im Zuge dessen wird auch die Wohnmobilstellfläche modernisiert. Aktuell gibt es nach Informationen der Stadt drei Stellplätze von 8,80 mal 5,50 Meter, ein weiterer ist für größere Wohnmobile konzipiert und misst rund 11 mal 5,50 Meter. Vorerst hat allerdings die Sanierung des Wörnitzfreibades Priorität. Eine Detailplanung für das Areal Mühlespan soll erst in den nächsten Jahren entstehen.

Oettingen und die Straßenausbaubeitragssatzung

In der Stadtratssitzung wurde ein Punkt angesprochen, der in den Städten und Gemeinden derzeit für viel Gesprächsstoff sorgt. Rudolf Oesterle (PWG) sagte, dass es sehr „abenteuerlich sei“, was einige Kommunen derzeit bezüglich der Straßenausbaubeitragssatzung, kurz Strabs, diskutierten. Deshalb fragte er, was Oettingen diesbezüglich unternehmen wolle. Geschäftsstellenleiter Günther Schwab führte aus, dass die Stadt abwarten wolle, bis es eine Rechtsgrundlage gebe.

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