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Naturschutz

12.06.2019

Blühflächen in ganz Oettingen?

Eine Biene landet auf einer Blume in der Joseph-Dantonello-Straße in Oettingen. Dort hat die Stadt bereits einen Blühstreifen angelegt, dessen Stauden und Blumen derzeit in vielen bunten Farben blühen.
Bild: Verena Mörzl

In Oettingen wird darüber diskutiert, ob einige der städtischen Grünstreifen künftig Heimat für Bienen und andere Insekten werden sollen.

Keine Frage: Die vielen bunten Blühflächen im Ries sind eine Augenweide. Und weil derzeit landein landaus die Rede von „Artenvielfalt“ oder „Blühpatenschaften“ ist, hat der Oettinger Bauausschuss die Punkte „Blühflächen und Anlagenpflege“ ebenfalls auf seine Tagesordnung vor Pfingsten gepackt.

Wie Stadtbaumeister Klaus Obermeyer dem Gremium mitteilte, blühen derzeit auch in der Fürstenstadt einige Flächen bunt. Es wurde beispielsweise in der Joseph-Dantonello-Straße ein Grünstreifen mit einem Saatgut bestreut. Das Ergebnis kann sich eigentlich sehen lassen. Den Insekten gefällt’s scheinbar auch, wohl nicht aber allen Bürgern. „Die Flächen wollen für manchen vielleicht unordentlich aussehen und so, als würden sie nicht gepflegt werden. Aber in der Einsaat sind Blumen und Kräuter für Insekten enthalten“, sagte Obermeyer weiter, der Streifen werde maximal zwei bis dreimal pro Jahr gemäht und vom Landschaftspflege-Verband DonauRies (LPV), der 2017 gegründet worden ist, soll es aufklärende Informationsschilder geben. Künftig wolle auch der Gartenbauverein bezüglich der Blühflächen seine Unterstützung anbieten, wurde in der Sitzung bekannt gegeben.

Für Bauhof und Bauamt ist allerdings noch nicht ganz klar, wann weitere Blühflächen in Oettingen angelegt werden sollen. Zu den Grünstreifen, die in Betracht kämen, zählt laut Obermeyer der neue Lärmschutzwall am Kelterfeld Nord zwischen Radweg und Erdwall. Ein Bereich von rund 9000 Quadratmetern zwischen dem Brauereigelände und dem Mühlbach, eine Fläche in der Nähe des Spielplatzes am Langacker oder eine städtische Wiese am Fitnessstudio.

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Obermeyer wies darauf hin, dass die Kosten beachtlich seien und vor allem die Pflege viel Arbeitszeit in Anspruch nehmen würde. Der Bauhof sei darauf nicht ausgelegt. Ein Dienstleister müsste diese Aufgabe übernehmen. Nach Angaben des Stadtbaumeisters wurde in Mertingen ein zusätzlicher Mitarbeiter eingestellt, der sich offenbar rein um die Blühflächen kümmert. Weil sowohl im Bauhof als auch im Bauamt, unter anderem wegen Erkrankungen, die Zeit fehle, schlägt Obermeyer vor, das Thema Blühflächen auf das Jahr 2020 zu verschieben, außer es tauchten bessere Lösungsmöglichkeiten auf. Der Bauausschuss folgte der Empfehlung einstimmig.

Bezüglich der Pflege der Grünanlagen Oettingens lobte Bürgermeisterin Petra Wagner die Arbeit des städtischen Gärtners. Die Flächen, die bislang noch nicht so hübsch aufgewertet worden sind, sollen möglicherweise schon früher in Blühflächen umgewandelt werden. Dazu zählten unter anderem ein paar Stellen an viel befahrenen Straßen. Die Mittel für die Mäharbeiten eines externen Dienstleisters müssten dann in den Haushalt eingestellt werden. Diesen Vorschlag beschloss der Oettinger Bauausschuss einstimmig. Das Gremium folgte aber auch hier der Idee Obermeyers, die Mäharbeiten für den Friedhof in städtischer Hand zu lassen.

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