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Versammlung

23.03.2015

Damit das Leben im Dorf bleibt

Parkplätze, Verkehr: Was die Holheimer Bürger ärgert

Bei diesem Vorschlag konnte keiner mehr ernst bleiben. Nicht einmal der, den es betraf. Und das war bei der Bürgerversammlung in Holheim am Freitagabend Oberbürgermeister Hermann Faul. Um was es ging? Einige Besucher ärgerten sich, dass Verkehrsteilnehmer die Sperrung der alten Straße in Richtung Utzmemmingen ignorierten. „Wenn da ein Lastwagenfahrer vorbeifährt, dann zittern einem ja die Knie“, schimpfte Theo Betzler. Doch was Klaus Hopfensitz schelmisch als „Gegenmaßnahme“ vorschlug, das erntete bei den rund 50 Besuchern, den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und Faul lautes Gelächter: „Wie wär’s, wenn Herr Faul seine grüne Uniform noch einmal anzieht und von jedem 500 Euro Geldstrafe nimmt?“

Doch – nicht nur gelacht wurde bei der Versammlung. Auch kritisiert. Zum Beispiel, dass die Stadt nicht mehr Geld in die Revitalisierung des Dorfkerns stecke. Josef Dambacher meinte, dass Interessenten bislang „Peanuts“ an Unterstützung für einen Abbruch bekommen würden. Ein neues Baugebiet zu erschließen koste doch auch Geld. Diese Summen würden auf die Käufer der Bauplätze umgelegt, antwortete Faul: „Die Erschließung neuer Baugebiete geschieht nicht zum Nachteil der Stadt.“ Allerdings mache man sich zu diesem Thema in der Stadtverwaltung bereits Gedanken. Bereits zu Beginn der Versammlung hatte Faul ein Umdenken bei diesem Punkt gefordert: Es müssten Möglichkeiten gefunden werden, damit das Leben im Dorf bleibe. Auch Ortssprecher Josef Schormüller sagte, man arbeite an diesem Thema.

Dambacher stieß ebenfalls das Thema Parken in der Innenstadt an. Er forderte ein Parkhaus oder eine Tiefgarage. Und fand unter anderem in Gerda Uhl-Hopfensitz eine Unterstützerin. Sie argumentierte, dass man in der Innenstadt nicht einkaufen brauche, wenn man die schwere Last dann weit schleppen müsse. Viele Besucher der Bürgerversammlung sahen das offensichtlich ähnlich – Faul dagegen meinte: „Da muss ich jetzt schlucken.“ Eine Vielzahl von Stellflächen sei ausgewiesen, die Distanzen nicht allzu weit, argumentierte er. Und das Parken sei doch auch kostenlos.

Günther Gausmann hatte mehrere Anliegen – beispielsweise forderte er, Bauplätze, die länger als 25 Jahre brach liegen, mit einem fünfjährigen Bauzwang zu belegen: „Sollte nach Ablauf der Frist der Bauplatz nicht bebaut sein, so übernimmt die Stadt den Bauplatz.“ Er kritisierte, dass trotz neuer Umgehung immer noch Lastwagen durch den Stadtteil fahren würden. Faul verwies auf veraltete Navigationsgeräte. Ausführlich diskutiert wurde zudem über Verbesserungsbeiträge, die Bürger zahlen müssen, wenn eine Straße saniert wird.

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