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Nördlingen

30.09.2020

Dankgottesdienst in Nördlingen zur deutschen Einheit

Bischof Heinrich Bedford-Strohm ist einer der Schirmherrn.
Bild: Berthold Veh

Zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung wird in der Nördlinger Kirche St. Georg mit viel Musik gefeiert.

Gibt es eigentlich irgendeine öffentliche Veranstaltung, bei der zurzeit das „C“-Wort nicht fällt und für Einschränkungen sorgt? So ergeht es auch der Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ ausgerechnet im 30. Jahr der deutschen Wiedervereinigung. Von den 320 in Deutschland geplanten Veranstaltungen wird wegen der coronabedingten Unsicherheiten nur ein Bruchteil stattfinden. Aber: Nördlingen ist dabei.

Ursprünglich war auf hunderten Marktplätzen in der gesamten Republik ein zeitgleiches Offenes Singen unter Beteiligung von Chören, Bands, Musikkapellen und Posaunenchören geplant. Gleichzeitig sollten am 3. Oktober um 19 Uhr im ganzen Land zehn bekannte und Generationen wie Kulturen verbindende Lieder (Volkslieder, Spirituals, Popsongs, Gospels, Choräle und Schlager) gesungen und ein Fest des Dankes gefeiert werden.

Ökumenischer Gottesdienst statt einer Großveranstaltung

Von einer solchen, unter den gegebenen Umständen unüberschaubaren Veranstaltung, haben die Nördlinger Verantwortlichen der Kirchen, der Stadt und der Musikgruppen Abstand genommen und sich für einen Ökumenischen Dankgottesdienst in der St. Georgskirche entschieden.

Dieser Dankgottesdienst wird nun am 3. Oktober um 19 Uhr unter Beteiligung der Nördlinger Knabenkapelle (Leitung: Stadtkapellmeister Oliver Körner), einem Chor aus je vier bis fünf Mitgliedern der Nördlinger Chorgemeinschaft, der Kirchenchöre St. Josef und St. Salvator, von Kantorei und Kammerchor St. Georg und dem Sing@Life-Gospelchor unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Udo Knauer und Klaus Ortler (Orgel und Klavier) stattfinden. Liturgisch wirken am Gottesdienst der evangelische Dekan Gerhard Wolfermann, der katholische Stadtpfarrer Benjamin Beck und der Prediger der Landeskirchlichen Gemeinschaft, Günter Guthmann mit. In Vertretung von Oberbürgermeister David Witt-ner, der am Wochenende zum Partnerschaftsjubiläum in Stollberg weilt, wird Zweite Bürgermeisterin Rita Ortler die Stadt vertreten.

Neben den Mitwirkenden haben 200 BesucherInnen Platz in der St. Georgskirche. Da das Interesse an einer Teilnahme größer sein könnte, wird der Gottesdienst in einem Live-Stream auf dem YouTube-Kanal „Evangelische Kirche Donau-Ries“ zu sehen und auch später noch verfügbar sein. Einen direkten Link gibt es als QR-Code auf den aushängenden Plakaten und auch hier bei diesesm Beitrag.

„Singen hilft Grenzen zu überwinden“

Die deutschlandweite Initiative steht unter der Schirmherrschaft des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Heinrich Bedford-Strohm, und von Dr. Josef Schuster, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland. Bedford-Strohm schreibt in seinem Grußwort: „Singen ist etwas Wunderba-res, es verbindet Menschen und hilft Grenzen zu überwinden. Daher ist das gemeinsame Singen am 3. Oktober gerade in diesem Jahr ein wichtiges Zeichen gegen alle Kräfte, die uns als Gesellschaft auseinanderbringen wollen – und es ist ein Zeichen gegen Angst und Gewalt, Rassismus und Antisemitismus. Ich wünsche mir, dass die Lieder, darunter auch das hebräische „Hevenu shalom alechem“, das Verständnis füreinander und den Frieden stärken!“ PM

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