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Natur

28.01.2019

Der neue Schneidt’sche Garten

Gleich nach dem Eingang zum Schneidt’schen Garten ein Blick nach rechts: Dort wurde eine Freifläche geschaffen, die von drei Bänken umgeben ist.
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Gleich nach dem Eingang zum Schneidt’schen Garten ein Blick nach rechts: Dort wurde eine Freifläche geschaffen, die von drei Bänken umgeben ist.
Bild: Martina Bachmann

Plus Über die grüne Oase unweit des Deininger Tors ist im vergangenen Jahr viel debattiert worden. Mittlerweile wurde sie umgestaltet. Ein Blick hinter den Holzzaun.

Es sieht anders aus im Schneidt’schen Garten – und das liegt nicht nur an der Jahreszeit, an den Schneeflocken, die den Rasen und die Wege bedecken. Die grüne Oase an der Deininger Mauer ist im vergangenen Jahr vom Nördlinger Verschönerungsverein um Vorsitzende Susanne Vierkorn etwas umgestaltet worden. Einige Bäume mussten weichen, ein neuer Weg wurde geschaffen, ebenso eine freie Fläche. Das gefiel nicht jedem, besonders nicht einigen Nachbarn um Gerhard Seiler. Jetzt ist viel von dem, was einst auf dem Plan von Kreisgartenfachberater Paul Buss eingezeichnet war, umgesetzt.

So wurde beispielsweise der alte Zaun ersetzt, den ein Stacheldraht krönte. Im neuen Holzzaun sind noch Lücken. Dort werden Kunstelemente aus Stahl von Sebastian Wolf angebracht werden, sagt Susanne Vierkorn. Wer den Garten betritt, dem fällt der neue Weg auf, der direkt nach hinten führt – zuvor musste man den Umweg zur linken Seite nehmen und einen Baum rechts liegen lassen, um in den hinteren Teil des Gartens zu gelangen. Der Weg selbst ist nicht asphaltiert oder geschottert, ein sogenannter Stabalizer wurde aufgebracht. Eingefasst ist er mit einem Stahlband. Lichter sieht es ebenfalls im Schneidt’schen Garten aus – noch, betont Susanne Vierkorn. Denn im Frühjahr werden dort wieder Sträucher, Farne und Bäume gepflanzt, berichtete sie. Unter anderem werde man von den Rotariern und deren Aktion „Bäume gegen den Klimawandel“ unterstützt.

Rechts vom Eingang befindet sich jetzt ein kleinerer Platz, den drei Bänke umgeben. Auf dem Freiplatz sei derzeit nichts geplant, so Vierkorn: „Nicht jeder Platz braucht eine Bestimmung.“ Zudem wurde ein zweiter, breiterer Zugang zum Garten geschaffen. Im hinteren Teil, in Richtung Innenstadt, wurde eine Pergola angebracht. Noch ist sie kahl, doch im Sommer sollen sich an ihr Pflanzen nach oben ranken. Am Ende dieses „Pflanzentunnels“ soll künftig auf einem Podest ein weiteres Kunstwerk von Sebastian Wolf stehen. Wer es in Ruhe betrachten möchte, für den steht eine Bank gegenüber bereit. Eine der Bänke im Garten wurde von Michael Erhard, Firma Hammer, gespendet, eine andere vom Verschönerungsverein selbst.

Für eine Vogeltränke, die Künstler Heiner Frank extra für den Schneidt’schen Garten schafft, wird noch ein Platz gesucht. Eine DAV-Jugendgruppe will Nistkästen für die grüne Innenstadtoase bauen, berichtet Susanne Vierkorn. Und die große Eiche, die mittlerweile ein Naturdenkmal ist, bekommt noch eine Tafel, auf der auch die Sponsoren der Umgestaltung genannt werden sollen. Nach einer Pflanzaktion im April soll der Garten wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden, sagt Susanne Vierkorn.

Nachbar Gerhard Seiler ist grundsätzlich nicht angetan von dem, was in der grünen Oase gemacht wurde. Man müsse jetzt sehen, wie viele Leute in den Schneidt’schen Garten kommen, wenn das Wetter wieder besser wird. Wenn die Stadt in Sachen Werbung nicht „wesentlich auf die Tube“ drücke, könnte es gut gehen, meint Seiler – und die Ruhe bleiben. Eines gefällt ihm übrigens doch: Der neue Zaun, der am Garten angebracht wurde. Genau der gleiche begrenzt jetzt auch Seilers Grundstück in Richtung Deininger Mauer.

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