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Freizeit

21.01.2019

Die Camper sollen besser mit Strom versorgt werden

Insgesamt drei Ladesäulen für Strom soll es bald am Oettinger Wohnmobilstellplatz geben. Für einen Euro gibt es für vier Stunden Strom, für zwei gibt es acht Stunden und zwölf Stunden Strom kosten zwölf Euro (Stand Januar 2018).
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Insgesamt drei Ladesäulen für Strom soll es bald am Oettinger Wohnmobilstellplatz geben. Für einen Euro gibt es für vier Stunden Strom, für zwei gibt es acht Stunden und zwölf Stunden Strom kosten zwölf Euro (Stand Januar 2018).
Bild: Verena Mörzl

Plus Der Oettinger Wohnmobilstellplatz an der Wörnitz erhält zwei weitere Säulen für die Stromversorgung. Der Bauausschuss diskutiert zudem über Stellplatzgebühren.

Der Wohnmobilstellplatz in Oettingen liegt idyllisch. Wenn die Wörnitz nicht gerade Hochwasser führt, fließt sie gemächlich vorbei. Nur einen kurzen Sparziergang entfernt liegt das Naherholungsgebiet am Mühlespan mit Minigolfanlage, Freibad und Wildtiergehege. Der Weg in die Stadt ist ebenfalls in einigen Minuten bestritten. Die Camper nehmen den Stellplatz auch deswegen gern an, weil er kostenlos ist. Lediglich für Strom und Wasser bittet die Stadt zur Kasse.

Zwei weitere Elektrosäulen

Nachdem die Stadt im vergangenen Jahr die Stellflächen vergrößert hat, soll 2019 die Stromversorgung verbessert werden. Der Bauausschuss stimmte in der jüngsten Sitzung einmütig für eine Empfehlung, zwei weitere Elektrosäulen zu der bestehenden zu errichten – die eine im nordöstlichen Bereich, die andere in der Nähe des Wörnitzufers.

Stadtbaumeister Klaus Obermeyer hofft, dass sich dann eine Unsitte erledigt hat: Dass die Wohnmobilisten ein Verlängerungskabel quer über den Stellplatz hin zum Stromkasten legen. Die Kosten der beiden neuen Säulen einschließlich der Erdarbeiten liegen bei rund 16000 Euro.

Gebühren: Verschiedene Möglichkeiten für Automaten

Das Bauamt hat darüber hinaus die Kostenschätzungen für einen möglichen Kassenautomaten eingeholt, sollte sich die Stadt für Stellplatzgebühren entscheiden. Obermeyer stellte drei Varianten vor. Ein Münzautomat würde die Stadt 4500 Euro kosten. Ein Gerät mit Kartenzahlung wäre 6000 Euro teuer. Die Alternative, die auch Scheine annehmen könnte, würde 9000 Euro aus dem Geldbeutel der Stadt beanspruchen. Bürgermeisterin Petra Wagner sagte, dass sie die Möglichkeiten im Bauausschuss vorstellen wollte, um die Entscheidung möglicherweise im Finanzausschuss zu beschließen (in einer öffentlichen Finanzausschusssitzung wurde das Thema aber nicht beleuchtet). Dann könnte man auch die Summe mit in die Haushaltsberatungen aufnehmen.

Auf diese Vorstellung folgte eine Diskussion. Denn Katharina Kaufmann (PWG) ging beispielsweise davon aus, dass man zu diesem Thema noch in Klausur gehen würde. Außerdem gab sie zu bedenken, dass die Stadt kontrollieren müsste, ob die Gebühren auch tatsächlich bezahlt würden. Wagner entgegnete, dass sich jemand ehrenamtlich für diese Aufgabe gemeldet habe. Kaufmann warf zudem die Frage auf, was passiert, wenn jemand nicht zahlt?

Wagner sagte allgemein, dass man sich in der nächsten Zeit mit dem Thema befassen und überlegen müsse, ob man eine Gebühr verlangen soll oder nicht.

Stadtrat Rudolf Löhe äußerte Bedenken bezüglich eines Automaten, könnte sich aber vorstellen, dass Camper, die länger vor Ort sind, ihre Gebühr auch im Rathaus bezahlen könnten. Abgesehen davon erinnert er an einen Vorschlag, Tafeln am Wohnmobilstellplatz anzubringen. Die Touristen sollen schließlich wissen, wo Metzger oder Gaststätten sind. Wagner sagte, dass die Tafel im Kulturausschuss am 29. Januar vorgestellt werde. Georg Wiedemann nimmt stellung zur Stellplatzgebühr und meint, dass es sinnvoll wäre, die Gebühr über den Strom zu erheben.

Das Gremium hat die Diskussion bezüglich der Gebühren letztlich nicht fortgeführt und lediglich einen Empfehlungsbeschluss für die neuen Elektrosäulen abgegeben.

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