1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Ein Ort feiert seine Geschichte

Historisches Fest I

12.07.2016

Ein Ort feiert seine Geschichte

Die Besucher genossen das gute Wetter, das abwechslungsreiche Programm – und Speis und Trank.
4 Bilder
Die Besucher genossen das gute Wetter, das abwechslungsreiche Programm – und Speis und Trank.

Hohenaltheim gibt es seit 1100 Jahren. Grund genug, ein großes Spektakel im Ort zu veranstalten. Was alles geboten war

Vor 1100 Jahren wurde Hohenaltheim erstmals erwähnt. Grund genug, 2016 zu einem Festjahr zu machen. Der Höhepunkt fand am Wochenende in Form eines historischen Festes statt. In den Straßen rund um die alte Schule tummelten sich Händler, Landsknechte, Handwerker, Musiker und Besucher.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Eröffnet wurde das Fest am Freitagabend durch Bürgermeister Wulf-Dietrich Kavasch und den Schirmherrn Moritz Fürst zu Oettingen-Wallerstein. Sie kündigten den Besuchern ein fröhliches und friedliches Fest an. Anschließend bevölkerten engagierte Gruppen das verzweigte Gelände. Auch viele Besucher waren am Freitag in historischer Gewandung erschienen. Als Überraschungsgast führte eine Schülergruppe aus Griechenland, die derzeit in Oettingen zu Besuch ist, mehrere traditionelle griechische Tänze vor und lud die Besucher auch zum Mitmachen ein.

Vielfältige traditionelle Handwerkskunst wurde in der Schulstraße präsentiert: Vom Korbflechter über den Drechsler bis zum Sarwürker mit seinen Kettenrüstungen. Neben fertigen Werken präsentierten sie auch ihre Arbeitsprozesse und beantworteten ausführlich die Fragen von Interessierten. Beim Bohren eines Brunnendeichels konnten die Besucher selbst mit handanlegen. Außerdem standen die alte Schmiede und die Wagnerei Hohenaltheims in der Hauptstraße für Interessierte offen. Wer sich mit historischem Gewand und Accessoires ausstatten wollte, wurde beim Tuchweber, Lederer und den Schmuck- und Kleidungshändlern fündig. Für Kinder gab es Holzschwerter und historisches Spielzeug zu kaufen.

Ein Ort feiert seine Geschichte

Ein Fackelumzug bildete den Abschluss des Abends

Stimmungsvolles und authentisches mittelalterliches Leben zeigten unter anderem der Landsknechtstross 1504 mit seinem Badezuber, die Landsknechte aus Gundelfingen und der Soldaten und Bauerntross zu Saulgau. Bruder Tack erklärte den Gästen die Technik des Bogenschießens. Zur richtigen Stimmung gehörte natürlich auch die passende Musik, gespielt vom Terzium Laszivus und Nordilo. Auch für das leibliche Wohl war während des Festes gesorgt mit Gyros, Kässpatzen und Torten sowie Kaffee, Bier und Wein. Ein Teil der Tische und Bänke war aus Paletten gefertigt worden, da diese besser zu einem mittelalterlichen Fest passen. Den abendlichen Abschluss am Freitag und Samstag bildeten nach Einbruch der Dämmerung ein Fackelumzug, eine Feuershow und der Nachtwächtergruß. Doch auch nach dem offiziellen Programmende wurde noch weiter gesungen und geredet. Der Samstag war, dank des angenehmen Wetters, sehr gut besucht. Bei den Kindern beliebt waren vor allem die Bastelaktionen und die Geschichtenerzählerin. Auch am zweiten Tag fanden sich einige Besucher in historischer Gewandung ein. Einen tragischen Tiefpunkt hatte das Fest am Samstagabend, als es zu einem schweren Verpuffungsunfall bei der Feuershow kam, bei dem mehrere Personen verletzt wurden (siehe Bericht unten).

Dennoch wurde das Fest am Sonntag wie geplant weitergefeiert. Dieser begann mit einem Gottesdienst. Dass deutlich weniger Besucher als am Vortag zu dem Fest kamen, führten die Veranstalter auf die hohen Temperaturen zurück, die wohl viele Besucher abhielten. Dies war wohl auch der Grund, warum am Sonntag kaum Gäste in historischer Gewandung zu sehen waren. Die Stimmung war ungeachtet des Unfalls gut. Vor allem die Getränke und Essensstände waren aufgrund der Hitze gut besucht.

Die Organisation wurde sowohl von Besuchern, darstellenden als auch verkaufenden Künstlern sehr gelobt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren