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Festvortrag

12.10.2019

Eine Einrichtung für alle

Feierten das zehnjährige Bestehen des Montessori-Kinderhauses (von links): Leiterin Margriet Deixler, Claus-Dieter Kaul, Oberbürgermeister Hermann Faul, Dekan Gerhard Wolfermann und Geschäftsführer Bernd Ziegler.
Bild: Silke Hampp

Das Montessori-Kinderhaus feiert sein zehnjähriges Bestehen

Das Montessori-Kinderhaus in Nördlingen hat mit einem Festabend sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Mit Claus-Dieter Kaul hatten die Organisatoren einen Festredner engagiert, der skeptischen Argumenten zu Montessori mit viel Wissen, Witz und großer Leidenschaft begegnete. Montessori setze auf Differenzierung und Individualisierung. Die Erzieher gehen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern ein, sagte Kaul. Die Einrichtungen seien offen für alle. Schließlich hätten alle Menschen unterschiedliche Entwicklungsverläufe. Kaul möchte Eltern sensibilisieren, ihre Kinder neu und anders wahrzunehmen. „Erwachsene sind Vorbilder und müssen sich auch fragen: War ich heute achtsam? Oder bin ich nur am Jammern, zum Beispiel dass das Wochenende vorbei ist und der furchtbare Montagmorgen vor der Tür steht“, sagte er.

Im Vorfeld des Vortrages hatte Margriet Deixler, Leiterin des Montessori-Kinderhauses, zusammen mit ihrem Team zentrale Begriffe der Montessori-Pädagogik erklärt. „Wir bauen eine liebevolle, respektvolle Bindung auf und beobachten vor allem“, so die Mitarbeiter des Montessori-Kinderhauses. Die größtmögliche Selbstständigkeit des Kindes sei das Ziel.

An die Anfänge des Nördlinger Montessori-Kinderhauses 2009 erinnerte Bernd Ziegler, Geschäftsführer der gGmbH Donau-Ries, die zusammen mit der Montessori-Fördergemeinschaft Nördlingen das Kinderhaus betreibt. Zum zehnjährigen Jubiläum betonte Dekan Gerhard Wolfermann die Gemeinsamkeiten von Montessori-Pädagogik und Evangelischer Kirche. Der christliche Glaube spreche vom Menschen als Ebenbild Gottes. Ein Wesen mit schöpferischen und technischen Fähigkeiten, die es zu erkennen und entwickeln gelte. Die Montessori-Pädagogik befähige jedes Kind, seine ureigenen Neigungen zu entdecken und es zu einem verantwortungsvollen Teil der Gesellschaft werden zu lassen.

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Oberbürgermeister Hermann Faul sagte, dass das Montessori-Kinderhaus eine große Bereicherung in Nördlingen sei. Die Stadt könne stolz sein auf die Vielfalt pädagogischer Betreuungsangebote.

Das Montessori-Kinderhaus veranstaltet am heutigen Samstag, 12. Oktober, von 11 bis 16 Uhr einen Tag der offenen Tür.

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