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22.07.2019

Eine Wende in Sachen Mobilität

Was die Fraktion Grüne/Frauenliste im Stadtrat beantragt hat

Die Nördlinger Stadtratsfraktion der Grünen/Frauenliste sieht laut einer Pressemitteilung beim Thema „Mobilität“ reichlich Handlungsbedarf – nicht nur bei der Anbindung der Stadtteile, auch in der Kernstadt. Daher wurde ein Antrag auf den Weg gebracht: Im Rahmen eines Gesamtverkehrsplans solle eine Mobilitätsstrategie für die Stadt erarbeitet werden. Dafür sollen das bestehende Verkehrssystem und bestehende Mobilitätsangebote analysiert sowie Stärken und Schwächen identifiziert werden. Das Ziel sei, die Mobilität in Nördlingen effizienter und nachhaltiger zu gestalten und damit die Lebensqualität weiter zu erhöhen. Die Bürger sollen beteiligt werden. Fraktionsvorsitzender Wolfgang Goschenhofer sagt: „Im Mittelpunkt steht für uns, einen leistungsstarken öffentlichen Nahverkehr auf die Beine zu stellen, der es allen Menschen ermöglicht, an der Mobilität teilzuhaben – egal wie hoch das Einkommen ist – und auch gute Alternativen anzubieten. Wir brauchen eine ganzheitliche Betrachtung, wir brauchen eine echte Mobilitätswende, auch in Nördlingen.“

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Das Ziel solle ein leistungsstarker, moderner und umweltfreundlicher öffentlicher Nahverkehr sein. Die Stadtratsfraktion will ein Verkehrsmodell für das gesamte Stadtgebiet, das sowohl den ÖPNV als auch den Individualverkehr umfasst. Dabei könnte das derzeit entwickelte Radfahrkonzept als Teilaspekt integriert werden. Frauenliste-Stadträtin Sonja Kuban sagt: „Wir zeigen uns offen für Vorschläge, den ÖPNV in unserer Stadt und Region von Grund auf neu und anders zu denken.“ Eine Stadtentwicklung, die Verkehr reduziere oder vermeide, indem sie möglichst viele Ziele in der Umgebung der Wohnorte erreichbar mache und die zugleich die umweltfreundlichen Verkehrsarten (Fuß- und Radverkehr, sonstiger nichtmotorisierter Verkehr sowie öffentlicher Nahverkehr) fördere, erfülle zudem soziale Aufgaben. Sie nütze vor allem denen, die sich ein Auto nicht leisten können, sowie denen, die es nicht nutzen können, wie Kindern, Jugendlichen oder alten Menschen. Beispielhaft schlägt Grünen-Stadträtin Andrea Eireiner vor, dass neben den schnellen, sicheren und komfortablen Radverbindungen für Besorgungen des Alltags etwa Mobilitätsstationen dienen könnten, an denen man ein Auto oder ein Lastenfahrrad ausleihen kann.

Die Stadtratsfraktion fordert zudem ein zukunftsorientiertes Leitbild für die verkehrliche Erschließung: Bei Neubaugebieten werde es zum Beispiel wichtig sein, wie viele Straßen in welcher Breite für das Viertel tatsächlich gebraucht würden. Stadtrat Rudi Koukol verweist dabei auf das geplante neue Wohngebiet südlich des Saubrunnens. (pm)

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