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26.02.2015

Elefanten bald nur noch im Zoo?

Vortrag zum Elfenbeinhandel in Afrika

Die Vortragsreihe zur Ausstellung „Graue Riesen – Wie der Elefant den Menschen prägte“ im Oettinger Völkerkundemuseum hat nun begonnen. Die Referentin Birgit Hampl vom Verein „Rettet die Elefanten Afrikas München“ unterlegte ihren Erfahrungsbericht aus ihrer langjährigen Arbeit in den Savannen und Wüsten Afrikas mit ergreifenden, aber auch schockierenden Bildern.

In dem sehr gut besuchten Vortrag „Reise zu Elefanten Afrikas – vom Opfer zum Frechdachs“, der vom Freundeskreis des Völkerkundemuseums in Zusammenarbeit mit der VHS Oettingen veranstaltet worden ist, ging Hampl zunächst auf die biologischen Eigenheiten dieser Tierart ein, die etwa ihren Körper durch das Wedeln der riesigen Ohren kühlen kann. Zudem hob die Referentin das Sozialverhalten der Elefanten hervor. So kommt auch die Liebe bei diesen feinfühligen Tieren nicht zu kurz. Sie küssen sich bei der Begrüßung, indem sie ihre Rüssel überkreuzen und jeweils zum Mund des Anderen führen.

Schockierend sei der besorgniserregende Rückgang der Population, sagte Hampl. Ging der Bestand der Elefanten in Afrika im 19. Jh. noch in die Millionen, so unterschritten wir heute bald die Hunderttausender-Grenze. Grund ist die massive Wilderei wegen des in Thailand und China so begehrten Elfenbeins. Ein Stoßzahn kann den Händlern bis zu dreißigtausend Dollar bringen.

Um wenigstens die auf diese Weise verwaisten Kälber vor dem sicheren Tod zu bewahren, hat sich der anfangs genannte Verein zur Aufgabe gemacht ein Netz von Aufzuchtstationen aufzubauen und aktiv gegen die Wilderer vorzugehen. (ak)

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