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Luftfahrt

08.02.2019

Flugzeuge fliegen mit Nördlinger Technik

Die Produkte, die bei Collins Aerospace hergestellt werden, sind in fast allen Flugzeugen eingebaut.
Bild: Collins Aerospace

Wie das Unternehmen HS Elektronik Systeme jetzt heißt und was es herstellt

Wer mit dem Flugzeug unterwegs ist, hat fast immer ein Stück aus dem Ries mit dabei: Denn in Nördlingen werden elektrische Leistungsverteiler hergestellt, die laut Josef Maier in jedem Flugzeug eingebaut sind, das auf der westlichen Welt unterwegs ist – zum Beispiel in jeder Boing.

Maier ist seit 2011 Geschäftsführer von HS Elektronik Systeme, das sich in der Luft- und Raumfahrtindustrie etabliert hat. Er erklärt, dass das Technologieunternehmen seit mehr als 30 Jahren in Nördlingen ansässig ist. In dieser Zeit änderte es mehrmals seinen Namen: Ursprünglich sei die Firma ein Teil von LRE Relais und Elektronik gewesen. Ab dem Jahr 1999 habe es dann zur United Technologies Corporation gehört und hieß fortan HS Elektronik Systeme. Ende vergangenen Jahres gab es dann einen Zusammenschluss der Mutterfima mit der Rockwell Collins Corporation, weshalb das Nördlinger Unternehmen nun Collins Aerospace heißt.

Maier sagt, dass das Unternehmen Weltmarktführer in seiner Nische ist und ein Patent für seine Technologie habe. Die Produkte, die in Nördlingen hergestellt werden, seien nötig, damit der Strom im Flugzeug verteilt werden kann. Zum Vergleich: Primärverteiler entsprechen laut Maier den Hauptverteilungen in den Häusern; Sekundärverteiler seien wie Unterverteilungen und Sicherungskästen. „In diesen Primär- und Sekundärsystemen übernehmen unsere Produkte die Schalt- und Sicherungsfunktion sowie die automatische Diagnosefunktion der Leitungen und der Verbraucher“, erklärt der Geschäftsführer.

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Momentan arbeiten mehr als 100 Mitarbeiter in Nördlingen – zum Beispiel in der Produktion und Entwicklung. Damit die Produkte rechtzeitig ausgeliefert werden, gibt es ein Zwei-Schichtenprinzip.

Für Maier ist ein Erfolgsfaktor des Unternehmens, dass alle Funktionen zentral am Standort in Nördlingen vorhanden seien. Es gebe eine enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Produktion, aber auch den anderen Bereichen. Dadurch habe das Unternehmen die Produkte kleiner, leichter und kostengünstiger am Markt anbieten können. Zudem könne man gezielt auf die jeweiligen Kundenwünsche eingehen. Neben den eigenen Produkten sind auch die Arbeitsabläufe des Unternehmens modern: Früher habe er täglich circa 140 Mal Dokumente unterschrieben, sagt Maier. Inzwischen könne er das per Mausklick machen.

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