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Nördlingen

23.01.2019

In Kleinerdlingen soll ein neues Baugebiet entstehen

Am Kapellenweg in Kleinerdlingen soll ein neues Baugebiet mit dem Namen „Westlich des Johanniterschlosses“ entstehen.
Bild: Dieter Mack

Plus Die neuen Bauparzellen werden auf dem Areal „Westlich des Johanniterschlosses“ erschlossen. Was bislang bekannt ist.

Die Nachfrage nach Baugrundstücken reißt nicht ab, die bisherigen Baugebiete sind weitgehend voll; deshalb beschloss die Stadt Nördlingen, im Ortsteil Kleinerdlingen ein neues Baugebiet auszuweisen. Der Name lautet „Westlich des Johanniterschlosses“, und bezeichnet auch schon die Lage am westlichen Ortsrand direkt in die angrenzende Landschaft hinein.

Philipp Wettemann vom städtischen Bauamt stellte dem Bau-, Verwaltungs- und Umweltausschuss im Nördlinger Stadtrat den Entwurf vor: Er sieht 33 Baugrundstücke von 586 bis 971 Quadratmetern Größe vor. Sie sollen durch eine 6,50 Meter breite Ringstraße erschlossen werden; diese Breite lässt genügend Platz für Längsparker, sodass sich weitere Parkplätze erübrigen. Es ist eine Zufahrt von der Kapellenstraße aus vorgesehen; Thomas Mittring (Stadtteilliste) regte die Diskussion zu einer zweiten Zufahrt an, um die geschätzten 150 bis 180 Fahrbewegungen pro Tag nicht auf wenige Anwohner zu konzentrieren.

Stadtbaumeister Hans-Georg Sigel erklärte, man habe dies schon diskutiert und eine zweite Zufahrt von der Kapellenstraße aus sei denkbar, wenn man ein Grundstück etwas verschiebe. Eine Doppelerschließung mit zwei Zufahrten durch verschiedene Teile des Kernortes wolle man vermeiden. Wettemann erläuterte weiter, es sollen durchgängig Ries-übliche Satteldächer mit einer Neigung von 40 bis 50 Grad genehmigt werden; in den jeweils äußeren Reihen müssten die Häuser längs in einer Linie ausgerichtet sein, um ein ruhiges Bild der Dachlandschaft zu gewährleisten.

Im Gebiet soll ein neuer Spielplatz entstehen

Alexander Deffner (PWG) regte an, vier bis fünf Gebäude als altengerechte Bungalows auszuweisen; Obergeschosse seien generell unbequem für Senioren. Das stieß auf Kritik, so betonte Oberbürgermeister Hermann Faul, durch Satteldächer klinge noch etwas Dorfcharakter an; für Rita Ortler (SPD) stellt der Verzicht auf Obergeschosse pure Flächenverschwendung dar. Philipp Wettemann führte zur Flächenverdichtung ein neues Spielplatz-Konzept anlässlich des Baugebietes an: Im Gebiet solle ein neuer, zentraler Spielplatz entstehen, dann könne man auf zwei bestehende Spielplätze in der Nähe verzichten. Auf der Fläche des 1127 Quadratmeter großen Spielplatz am Schmalenbach könnten dann zwei weitere Bauplätze erschlossen werden. Auf die Frage von Markus Hager (Stadtteilliste) nach den Kosten erklärte Hermann Faul, die Fläche werde in die Erschließungskosten eingerechnet, die Spielgeräte müsse die Stadt zahlen.

Umweltaspekt: Stadt muss Ausgleichsfläche vorhalten

Wettemann ging zudem auch auf den Umweltaspekt ein: Ein Artenschutz-Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass die Stadt für das Baugebiet eine Ausgleichsfläche vorhalten müsse. Diese wolle man in der Gemarkung Pfäfflingen in Form einer Blühwiese schaffen, nicht zuletzt als Maßnahme gegen das Bienensterben. Außerdem komme man der Forderung des Naturschutzes nach, quasi als Begrenzung zur freien Landschaft den westlichen und südlichen Rand des Baugebietes einzugrünen; nahe am nördlichen Rand stehe ohnehin von Natur aus eine Baumreihe.

Der Bauausschuss billigte einstimmig den Entwurf und beauftragte die Stadtverwaltung, die Beteiligung der Öffentlichkeit formgerecht durchzuführen. Kosten stehen bislang noch nicht fest.

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