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Landkreis

12.06.2018

Juckreiz und Papeln am Körper

So sieht derAusschlag aus.
Bild: Gesundheitsamt Donau-Ries

Das Landratsamt teilt mit: Grasmilben und der Eichenprozessionsspinner können Auslöser sein. Was die Experten raten.

Das Landratsamt Donau-Ries teilt mit, dass es in den vergangenen Wochen im Landkreis zu gehäuften Beschwerden mit typischen Hautveränderungen bei Kindern und Erwachsenen kam. Starker Juckreiz habe zu vermehrtem Kratzen mit Verunreinigungen und Infektionen der Hautoberflächen geführt. Es handele sich meistens um insektenstichartige rötliche Erhebungen der Hautoberfläche (medizinischer Fachausdruck: Papeln), insbesondere an Armen, Beinen und in der Kopf- sowie Halsregion. Mit Kleidung bedeckte Körperflächen seien weniger betroffen, so die Pressemitteilung. Auslöser der Hautveränderungen seien derzeit meistens Grasmilben oder die durch den Eichenprozessionsspinner verursachte Raupendermatitis.

Komme es nicht zu begleitenden allergischen Allgemeinreaktionen wie Schleimhautschwellungen, Atembeschwerden oder Herz- Kreislaufbelastungen, seien die Hauterscheinungen in der Regel zwar lästig, aber nicht beunruhigend, so das Landratsamt weiter. Kühlende Umschläge, Hausmittel wie Zwiebeln, kühlende Gels oder juckreizhemmende Salben brächten oft Erleichterung. Mehrfach seien dem Amt in den vergangenen Tagen Krankheitsbilder gemeldet worden, die zu Verwechslungen mit diesen Hauterscheinungen führen können.

So wurde in Donauwörth der Verdacht auf – zwischenzeitlich nicht bestätigte – Windpocken gestellt, in Nördlingen kam es zu Beschwerden über vermeintlichen Milbenbefall in Hotelbetten und in Harburg erkundigte sich ein Bürger nach Einsatzmöglichkeiten eines Kammerjägers wegen vermuteter Bisse durch Tierchen im Bett, die aber nicht gefunden werden konnten. Wahrscheinlich handelte es sich jeweils um die beschriebenen Hautreaktionen, die sich durch den Wärmestau im Bett verstärkten.

Nach Kontakt zu Gräsern, Liegen auf Grasoberflächen und längerem Aufenthalt im Freien sollte bei Auftreten verdächtiger Hauterscheinungen gründlich geduscht und die Kleidung gewechselt und gewaschen werden, rät das Landratsamt. (pm)

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