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Krankenhaus

02.09.2014

Medizintechnik aus dem „Stift“ hilft syrischen Opfern

Der Anästhesist und Notfallmediziner Dr. Christoph Frick, Oberarzt im Stiftungskrankenhaus Nördlingen, freut sich darüber, dass diese drei aufgrund ihrer Laufzeit von der Klinik ausgemusterten, aber voll funktionsfähigen hochwertigen medizinischen Geräte künftig im Krisengebiet Syrien zum Einsatz kommen werden. Die Spedition Döderlein (Roman Mayer Group) hat drei medizinische Geräte vom Stiftungskrankenhaus abgeholt und kostenlos nach Münchberg transportiert. Von dort werden sie über die Barada-Hilfe nach Syrien transportiert, um die medizinische Versorgung der syrischen Kriegsopfer zu unterstützen.
Bild: Stiftungskrankenhaus

Wegen ihrer Laufzeit ausgemustert, sollen die voll funktionstüchtigen Geräte helfen, die Not im Bürgerkrieg zu lindern

Jeden Tag von dem Leid der syrischen Bevölkerung zu hören und nichts tun zu können – das hielt der Anästhesist und Notfallmediziner Dr. Christoph Frick, Oberarzt am Stiftungskrankenhaus Nördlingen, schlichtweg nicht mehr aus. „Aus dem Internet habe ich von der Hilfsorganisation „Barada Syrienhilfe e.V.“ erfahren und deren Konzept hat mich überzeugt. Diese Organisation leistet direkte und unbürokratische Hilfe und wurde von meinem syrischen Kollegen, Dr. Marwan Khoury, der das Medizinische Versorgungszentrum Hochfranken in Münchberg leitet, gegründet“, sagt Frick.

Mehrfach sei Marwan Khoury nach Syrien gefahren und berichte immer wieder von der menschlichen Katastrophe „unvorstellbaren Ausmaßes“, die sich dort abspiele. „Diese Berichte haben mich auf die Idee gebracht, mich nicht nur privat für diese Hilfsorganisation zu engagieren, sondern mein Engagement auf das „Stift“ auszuweiten“, so Frick.

Gesagt, getan: mit dem gKU-Vorstand Jürgen Busse hat der Nördlinger Oberarzt nach ein paar Gesprächen vereinbart, noch voll einsatzfähiges, aber wegen seiner Laufzeit ausgemustertes medizinisches Gerät über die Barada-Hilfsorganisation als Spende in das Krisengebiet zu verschicken.

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Im Detail handelt es sich hier um ein Ultraschallgerät der Nördlinger Notaufnahme, ein mobiles Röntgengerät und ein Beatmungsgerät der Intensivstation. Mit Hilfe der Haustechniker des Stiftungskrankenhauses seien die Apparate auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft und professionell für ihre lange Reise verpackt worden.

Die Spedition Döderlein (Roman Mayer Group) hat sich dann bereit erklärt, die Geräte von Nördlingen zur Verteilstation nach Münchberg – das liegt zwischen Bayreuth und Hof – zu transportieren, und zwar kostenlos.

Dr. Frick freut sich, dass auf diese unbürokratische Weise nicht nur eine sinnvolle und hochwertige Hilfe für die Menschen in Syrien geleistet werden könne, sondern darüber hinaus diese Spende eine schöne Gemeinschaftsaktion darstelle. (RN)

über die Barada Syrienhilfe e.V. gibt es im Internet unter www.barada-syrienhilfe.de, Spendenkonto: IBAN: DE14 78050000 0222187957, BIC: BYLADEM1HOF, Sparkasse Hochfranken.

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