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Goldburghausen

20.05.2015

Neubau schon in Verzug

Keine guten Nachrichten für den Riesbürger Gemeinderat beim Ortstermin in Goldburghausen: Die Bauarbeiten sind kurz nach Beginn bereits zwei Wochen im Verzug. Unser Bild zeigt den neuen Keller im linken Gebäudeteil.
Bild: Gabriele Neumeyer

Die Pläne für das Untergeschoss des künftigen Gemeindezentrums gestalten sich schwieriger als gedacht. Das stellt die freiwilligen Helfer vor Probleme

Zu Beginn seiner Sitzung am Montagabend hat der Gemeinderat Riesbürg die Baustelle des Gemeindezentrums Goldburghausen besichtigt. Dort überraschten Bürgermeister Willibald Freihart und Bauleiter Martin Hofer das Gremium mit der Nachricht, dass die Baustelle schon jetzt zwei Wochen im Verzug ist.

Baubeginn mit dem Abriss des alten Gemeindezentrums war Anfang April. Weil das Untergeschoss, in dem sich die Schießanlage und die Kegelbahnen des Kegel- und Schützenvereins Goldberg befinden, im jetzigen Zustand erhalten bleiben soll, wurde damit extra eine Fachfirma beauftragt. Diese hatte jedoch technische Probleme, so Ortsvorsteher Thomas König.

Bauleiter Hofer vom Architekturbüro Gregorius führte für die Verzögerung als weitere Gründe widrige Wetterverhältnisse und den zusätzlichen, außerplanmäßigen Rückbau der Kellertreppe ins Feld.

Derzeit betoniert die Baufirma Merz aus Kirchheim den neuen Keller im linken Gebäudeteil. Statt dem 1. Juni können die Maurerarbeiten für das neue Gemeindezentrum, die von freiwilligen Helfern ausgeführt werden, jetzt erst am 15. Juni beginnen. Verärgert darüber waren besonders die Helfer selbst, weil damit ihre Urlaubsplanung für den Einsatz über den Haufen geworfen worden sei. „Jetzt müssen wir unseren bereits genehmigten Urlaub verschieben.“ Kritik gab es auch für die Abdeckung des Untergeschosses. Diese habe nicht hundertprozentig funktioniert, so ein Mitglied des Schützenvereins. Dreimal sei Wasser ins Untergeschoss gelaufen und habe einige Schäden verursacht.

Im Anschluss an den Ortstermin setzte der Gemeinderat seine Sitzung im Rathaus fort. Dort ging es zunächst um den Kindergartenbedarfsplan. Sowohl im kommunalen Kindergarten in Pflaumloch als auch im katholischen Kindergarten St. Josef in Utzmemmingen gibt es im Kindergartenjahr 2015/2016 zahlreiche freie Plätze. In Pflaumloch stehen 33 Plätze zur Verfügung, besetzt werden 26. In Utzmemmingen werden von 63 Plätzen maximal 52 in Anspruch genommen.

Wegen des Betriebs der Kinderkrippe in Utzmemmingen gibt es keine altersgemischte Gruppe mehr, deshalb kann, wie auch in Pflaumloch der Personalschlüssel etwas gesenkt werden. Die Elternbeiträge werden hingegen, entsprechend der Landesrichtsätze, zwischen drei und acht Euro pro Monat angehoben. Bürgermeister Willibald Freihart sprach von einem Betreuungswettbewerb mit den benachbarten bayerischen Kommunen. „So wie es aussieht bekommen wir auch die Kinderkrippe nicht voll. Was die Elternbeiträge angeht, sind wir hier meilenweit von Bayern entfernt.“ Dort gebe es Gemeinden, die 70 Euro für einen Krippenplatz verlangten. In Utzmemmingen sind es ab September 317 Euro. Aktuell gibt es dort für die zehn Kinderkrippenplätze sechs Anmeldungen.

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