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Dornstadt

16.06.2017

Nina Hagen: Gelungener Auftakt für Wudzdog

Nina Hagen war der Höhepunkt des Wudzdog am Donnerstag. Mit Hits wie „Riders on the storm“ und „Non, je ne regrette rien“, brachte sie das Publikum zum Mitsingen.
Bild: Anton Kutscherauer

Nina Hagen setzt beim Dornstadter Festival Wudzdog den ersten Glanzpunkt. Was am ersten Tag sonst noch geboten war.

Mehrere Tausend Fans waren bereits am Donnerstag nach Dornstadt gereist, wo am Stöckenweiher das 18. Wudzdog-Festival einen gelungenen Auftakt feierte. Bei sommerlichen Temperaturen fungierte der österreichische Liedermacher Christoph Martin mit seiner „minimalistischen Wurzlmusig“ als Opener. Mit kritischen und teilweise rotzfrechen Texten zu einem Mix aus Reggae, Country und Folk sorgte der Tiroler Freigeist bereits in den frühen Abendstunden für ausgelassene Festival-Stimmung.

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Natürlich waren viele Gäste vor allem wegen des mit viel Spannung erwarteten Headliners Nina Hagen gekommen. Der Platz vor der Bühne war voll, als die Punk-Diva zusammen mit ihrer Band loslegte. Dabei überraschte die eigenwillige Künstlerin mit einer abwechslungsreichen Setlist, welche die verschiedensten musikalischen Stilrichtungen bediente. Vom Doors-Hit „Riders on the Storm“ über den Klassiker „Summertime“ ging es über Gospel und Rock n’ Roll bis hin zum Piaf-Chanson „Non, je ne regrette rien“. Auch politische Botschaften wurden nicht ausgespart: Bei „Mackie Messer“ aus der Dreigroschenoper outete sich Nina Hagen als Brecht-Fan und beim klassenkämpferischen „Solidarität“ zog sie das Publikum richtig mit, ehe sie sich mit einer sehr persönlichen Version von Leonard Cohens „Hallelujah“ von den begeisterten Fans verabschiedete.

Pech hatten diejenigen Besucher, die nun gleich Richtung Zeltplatz aufbrachen. Denn mit „My Baby“ aus Amsterdam stand zum Abschluss noch ein richtiger Kracher auf dem Programm. Das Trio um die Frontfrau Cato van Dijck verbindet knarzigen Blues mit modernen Beats zu einer explosiven Mischung, die das Publikum in Dornstadt elektrisierte und mitriss. Bis nach Mitternacht gaben „My Baby“ Vollgas und erst nach mehreren Zugaben wurde die Band vom jubelnden Publikum entlassen. Das Festival wird am heutigen Samstag ab 13.45 Uhr mit Sunny Vegas, Sarah Lesch und der Gruppe Blümchenknicker fortgesetzt. Das Abendprogramm gestalten ab 20.15 Uhr die Veteranen von „Guru Guru“ um die Legende Mani Neumeier, die Hamburger Indie-Band „Die Sterne“ und der regelmäßige Festival-Gast „Rainer von Vielen“ mit dem von ihm kreierten Bastard-Pop. Zum Wudzdog-Ausklang spielt am Sonntag ab 9.30 Uhr die Musikkapelle Dornstadt auf, bevor die „Gamskampler“ mit urbayerischen satirischen Texten zu kraftvoller Volksmusik das Festival beenden.

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