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Bauausschuss

17.01.2020

Oettingen will Mitfahrerbänke aufstellen

In Oettingen soll auch der Belag einiger Straßen erneuert werden.
Bild: Werner Rensing (Archivbild)

Das Mobilitätskonzept fand im Bauausschuss großen Anklang. Ein weiteres Thema waren einige Straßen in Oettingen: Dort soll der Belag erneuert werden.

In der ersten Sitzung des neuen Jahres legte der Bauausschuss im Oettinger Stadtrat Prioritäten und Richtlinien für die Aufgaben im laufenden Jahr und teils darüber hinaus fest; Straßen und Verkehr standen dabei im Fokus. So war noch Ende letzten Jahres das Budget für den Straßenunterhalt um 90000 auf 395000 Euro erhöht worden, weshalb Stadtbaumeister Klaus Obermeyer der Prioritätenliste drei neue Punkte hinzufügen konnte: Im Kupfergässchen soll der Belag erneuert werden, ebenso vor dem Rathaus-Eingang und auf dem Fußweg Bahnhofstraße.

Die Kosten für alle drei Projekte betragen 45000 Euro, so dass die aufgestockte Summe zum Teil in Projekte für nächstes Jahr fließen kann. Beim Verkehr direkt sprach sich der Bauausschuss nach einer Diskussion gegen die von Rudolf Löhe ( CSU/Freie Wahlgemeinschaft) vorgeschlagene Öffnung der Einbahnstraßen Hofgasse und Manggasse für den Radverkehr in beide Richtungen aus. Hauptamtsleiter Manfred Thorwarth erläuterte, dass die Hofgasse dafür stellenweise zu schmal sei, bei der Manggasse befürchteten einige Räte Probleme in Einmündungsbereichen.

Wagner schlug vor, Mitfahrbänke aufzustellen

Bürgermeisterin Petra Wagner schlug vor, in den Ortsteilen und der Kernstadt Mitfahrerbänke zu etablieren, wo private Autofahrer Fahrgäste in die jeweils mit Schildern angezeigten Richtungen aufnehmen können. Der Gedanke fand großen Anklang im Gremium, nun sollen konkrete Stellen für die Bänke ausgewählt werden. Auch die hauptsächlichen Anregungen aus den Bürgerversammlungen, die Klaus Obermeyer zusammenfassend vortrug, drehten sich oft um Verkehrsangelegenheiten wie zu viele Geschwindigkeitsbegrenzungen und -kontrollen, zu hohe Verkehrsbelastung in Nittingen auf der Straße von der B 466 nach Ehingen oder eine klarere Parkregelung in der Oettinger Königsstraße.

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Bei der Kanalsanierung war man sich einig, die momentan bewährte Methode weiterzuführen, in einem Jahr straßenweise die Rohre per Kamera zu untersuchen und jeweils im Folgejahr die nötigen Sanierungen durchzuführen. So sollen heuer in Oettingen das Warte-Gebiet und die Bereiche Schloßstraße, Hexengasse und Bachgasse sowie das Steinerbach-Gebiet in Heuberg mit Kameras untersucht werden. Der Bauausschuss beschloss einstimmig, 75000 Euro für diese Maßnahmen in den diesjährigen Haushalt aufzunehmen. Im Baugebiet Krebslache sollen gut 20000 Quadratmeter Baufläche archäologisch untersucht werden, der Ausschuss genehmigte 31000 Euro für die Erdarbeiten und 11600 Euro für die Untersuchungen selbst.

Flussbad: Kühlmittel der Wärmepumpe wird nicht genehmigt

Bei der Neugestaltung des Oettinger Flussbades musste zur Erwärmung des Wassers für Kinderbecken und Duschen eine neue Lösung gesucht werden, da die ursprünglich geplanten Sonnenkollektoren mit Kühlmittel arbeiten würden, das wasserschutzrechtlich nicht genehmigt würde. Laut Stadtbaumeister Obermeyer sei eine Wärmepumpe die geeignete Alternative, die allerdings aufgrund des höheren Stromverbrauchs ein weiteres Stromkabel in den Technikraum nötig mache - allerdings erlaube das wiederum die Einrichtung einer E-Bike-Ladestation. Die ursprüngliche Kostenschätzung von 40000 Euro für die Vorwärme-Einrichtung werde dann voraussichtlich leicht überschritten. Über das Projekt soll in der Vollsitzung des Stadtrates entschieden werden.

Beim Heuberger Spielplatz mussten bis auf das Karussell alle Spielgeräte abgebaut werden, da das Holz zu weit verwittert war. Klaus Obermeyer stellte eine Reihe von Spielgeräten vor, die aus Kunstoff bestehen, der aus Plastikmüll recycelt wird, sehr robust und erneut recycelbar ist, keine Zusatzstoffe enthält und zudem ästhetisch wirkt. Der Bauausschuss will dem Stadtrat empfehlen, für die Geräte 28000 Euro in den Haushalt einzustellen; die Eltern könnten dann überlegen, was von einer bereits erstellten Wunschliste dafür angeschafft werden könne.

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18.01.2020

Gäbe es einen funktionierenden ÖPNV, wären keine Mitfahrerbänke nötig. Somit sind Mitfahrerbänke der Offenbarungseid des ÖPNV.

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