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Präsentation

20.06.2019

Punktlandung für das Buch zur Mess’

Gestalter Rüdiger Wagner, Stadtarchivar Dr. Wilfried Sponsel, Oberbürgermeister Hermann Faul und Jochen Müller von Wikom Media (von links) freuen sich über das gelungene Jubiläumsbuch zur Mess’.
Foto: Ronald Hummel

Stadtarchivar Dr. Wilfried Sponsel stellt das Nördlinger Jubiläums-Werk vor. Die 800-jährige Geschichte wird auf 320 Seiten anschaulich dargestellt.

Vor zwei Jahren begann die Planung, drei Tage vor Beginn des Volksfestes präsentierte Stadtarchivar Dr. Wilfried Sponsel im Saal der Alten Schranne das Werk „800 Jahre Nördlinger Mess’ – von der internationalen Fachhandelsmesse zum größten Volksfest Nordschwabens“. Er begann mit den „Eckdaten“: 320 großformatige Seiten, 500 Fotos, Zeichnungen und andere Illustrationen, knapp zwei Kilo schwer. Sponsel verknüpfte in seinem gewohnt lebendigen Vortrag Buchaufbau, Gerüst der Zeitschiene und Verdienste der Gestalter und Autoren.

Ganz am Anfang des Buches wie auch der Mess’ steht die Urkunde mit der ersten Erwähnung durch Kaiser Friedrich II. aus dem Jahr 1219; im ersten Kapitel sind zehn Autoren aufgeführt, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Mess’ ergründeten, darunter die Stadtarchivare Dr. Gustav Wulz, Dr. Dietmar-Henning Voges und Dr. Sponsel selbst. So entstand ein umfassendes Kompendium vom mittelalterlichen Ablauf, das Netz der Verkehrswege, in dem Nördlingen eine strategisch herausragende Position belegte, sowie der historischen Einbindung in die Messelandschaft oder das Staufergeschlecht. So wird auch deutlich, dass der Bedeutungsverlust der Fernhandelsmesse nicht nur auf einen Faktor zurückzuführen ist, oder die Änderung zur Handwerksmesse einem Strukturwandel in ganz Süddeutschland entspricht. Die Bereicherung um Lustbarkeiten, Künstler oder Wunderheiler läutete schließlich den Schritt hin zum heutigen größten Volksfest Nordschwabens ein. Das zweite Kapitel basiert auf Zeitungsberichten und -anzeigen sowie Fotos und dokumentiert authentisch die Mess’ in der Innenstadt zwischen 1802 und 1963. Das dritte Kapitel zum Volksfest auf der Kaiserwiese weckt endgültig Erinnerungen bei jedem Rieser über vier Jahren. Das vierte Kapitel basiert auf dem Konzept, Stadt- und Firmengeschichte eng zu verzahnen und zeigt die in 800 Jahren durchgängige Rolle der Mess’ als Schaufenster der Wirtschaft. Die rasant wachsende Verbraucherausstellung schuf schließlich die extrem erfolgreiche Symbiose aus Wirschafts-Schau und Volksfest. Die Porträts zahlreicher Firmen fügen weitere Facetten zu dem umfassenden bunten Bild von Stadt und Mess’ hinzu.

Oberbürgermeister Hermann Faul sieht in dem Buch ein Regionalprodukt – gestaltet von Rüdiger Wagner aus Nördlingen und produziert von Druckerei und Verlag Steinmeier. Erhältlich ist es in den Buchhandlungen Lehmann und Osiander, dem Cafe buch.de, der Touristinfo, dem E-Center an den Langen Wiesen und bei den Rieser Nachrichten. Faul stellte es in eine Reihe mit „Die Stadt“ zur 1100-Jahr-Feier Nördlingens 1998 und dem Stabenbuch von 2006 zum 600. Jubiläum eines der ältesten Kinderfeste Deutschlands. Jeder könne mit dem Buch seine persönlichen Erinnerungen in Einklang bringen – Faul selbst als kleiner Bub an der Hand des Großvaters zwischen Marktständen und Karussells und später als Polizist mit Urlaubssperre, der oft mit nur zwei Kollegen im rumorenden Bierzelt für Ruhe und Ordnung zu sorgen hatte. „Immer höher, schneller, weiter“, sei die Maxime der Mess’, was heuer das 55 Meter hohe Riesenrad belege.

Jochen Müller vom Verlag für kommunale- und Wirtschaftsmedien Wikom Media, der Hand in Hand mit dem Stadtarchiv den Inhalt gestaltete, zeigte sich erstaunt, wie fest die regionalen Sponsorenfirmen hinter Mess’ und Stadtarchivar stehen: „Wenn ich sagte, Dr. Sponsel schreibt das Buch, brauchte ich nicht mehr weiterzureden und die Leute waren überzeugt.“ Die Mischung aus diesem Rückhalt und Sponsels Schreibwut steigerten die ursprünglich auf 140 anvisierte Seitenzahl auf über 320. Müller übergab schließlich Band Nummer eins an den Oberbürgermeister. Zur lebendigen Atmosphäre des Festaktes passte das Saxophon-Quartett aus Knabenkapellle und Stadtkapelle.

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