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Wirtschaft

17.05.2018

Raiffeisenbank auf Wachstumskurs

Die Raiffeisen-Volksbank Ries ist weiter auf Wachstumskurs: Bei der Bilanzsumme wurde die Milliardengrenze überschritten.
Bild: Zuber/pm

Die Bilanzsumme der Raiffeisen-Volksbank Ries hat die Milliardengrenze überschritten. Wie sich das Geschäft der Bank verändert hat und was Anlegern geraten wird.

Vorstandsvorsitzender Paul Ritter spricht von einem Meilenstein. Erstmals hat die Raiffeisen-Volksbank Ries im vergangenen Jahr bei der Bilanzsumme die Milliardengrenze überschritten – ein Indiz dafür, dass das genossenschaftliche Geldinstitut trotz der nach wie vor anhaltenden Niedrigzinsphase in Deutschland und Europa seinen Wachstumskurs fortsetzen konnte. Die Summe ist um fünf Prozent auf nunmehr 1,023 Milliarden gestiegen. Ein weiteres Zeichen für die gute Entwicklung: Das Eigenkapital der RVB – das Rückgrat einer jeden Bank – beträgt derzeit 120 Millionen Euro, was einer Quote von 11,8 Prozent entspricht. Damit gehöre sie zu den „führenden zehn Prozent“ aller Banken in Deutschland, betonte Ritter gestern beim Bilanzgespräch mit den RN.

Die Milliardengrenze hat die RVB auch bei den „anvertrauten Kundengeldern“ überschritten. Dazu gehören die Spareinlagen mit 752 Millionen Euro sowie Wertpapiere mit 282 Millionen Euro, die zusammengerechnet eine Summe von 1,034 Milliarden Euro ergeben. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um sechs Prozent. Nicht minder gut läuft es beim Kreditgeschäft. Der Bestand an Krediten lag 2017 bei 610 Millionen Euro. An neuen Krediten wurden 132 Millionen Euro gewährt, davon 38 Millionen Euro für Baufinanzierungen, was auf eine rege Bautätigkeit im Ries hindeutet.

Zurückgegangen sind allerdings die Zinsüberschüsse, also der Betrag, den die Bank an den ausgereichten Krediten verdient. Die Summe verringerte sich von 17,6 Millionen auf 16,2 Millionen Euro. Eine deutliche Folge des allgemein niedrigen Zinsniveaus.

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Zur Frage, wie die Bank diese erheblichen Einbußen kompensiere, sagte Ritter: „Die derzeit einzige vernünftige Alternative für uns ist, bei unseren Geldanlagen umzuschichten und verstärkt auf Wertpapiere zu setzen.“ Das gleiche empfehle man den Kunden, die privates Geld anlegen wollten. Im Gegensatz zu Sparmodellen, die nicht einmal mehr einen Zinssatz von einem Prozent abwerfen würden, sei mit Wertpapieranlagen doch noch mehr zu erzielen. Diese Art der Geldanlage erfordere allerdings Zeit und Geduld, weil sie mit einem höheren Risiko verbunden sei, gibt der RVB-Chef zu bedenken.

Seine Bankmitarbeiter würden dahingehend auch beraten und die Kunden auf alle Eventualitäten, die mit Wertpapieren verbunden seien, hinweisen. Sukzessive gelinge es auch, die Anleger in diese Richtung zu bewegen, was in einem Zuwachs an verkauften Investmentfonds zum Ausdruck komme. Paul Ritter wies auf weitere gravierende Umbrüche bei der Raiffeisen-Volksbank Ries hin, nicht zuletzt beim Kundenverhalten. Mittlerweile liege das Online-Banking im Privatkundenbereich bei 51 Prozent. Mehr als die Hälfte der Kunden erledige somit die Bankgeschäfte von zu Hause aus, mit steigender Tendenz. Eine Zahl hierzu: Jährlich würden bei der RVB knapp 800000 Online-Überweisungen ausgeführt, so Ritter.

Immer mehr in Anspruch genommen würde darüber hinaus die VR-Banking-App, die Bankfiliale für die Hosentasche. Mittlerweile nutzten 2200 RVB-Kunden diese App über ihr Smartphone. Immer mehr würden daneben das Telefon-Banking in Anspruch nehmen, das von Montag bis Freitag angeboten werde (Telefon 09081/80190). Derzeit seien es rund 5000 Anrufe pro Monat.

Auf eine entsprechende Frage unserer Zeitung wollte Ritter weitere Gebührenanpassungen bei den Kontoführungsgebühren nicht ausschließen. Wenn eine Anhebung nötig sei, werde diese allerdings „in Maßen“ erfolgen.

Anders als bei den Sparkassen im Landkreis sei für die RVB Ries eine Fusion mit anderen Genossenschaftsbanken momentan kein Thema, erklärte Ritter. In diesem Zusammenhang müsse man sich die Frage stellen, welchen Mehrwert ein Zusammenschluss bringe.

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