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Firmenübernahme

15.10.2014

Rettung für Rettenmeier

Rettenmeier, im Bild das Hauptwerk in Wilburgstetten, wird in unveränderter Struktur weiterlaufen, gehört aber ab dem 1. Januar zur Cordes-Gruppe in Bremerhaven.
Bild: Ronald Hummel

Taumelndes Holzverarbeitungsunternehmen ab Januar bei Cordes-Gruppe

Das jahrelange Bangen hat offenbar ein Ende: 2010 geriet das Unternehmen Rettenmeier Holzindustrie mit Hauptsitz in Wilburgstetten in Schieflage. Eine technische Anlage im Zweigwerk Ramstein (Rheinland-Pfalz) funktionierte nicht und musste durch eine neue ersetzt werden. Diese unerwarteten Kosten verkraftete Rettenmeier nicht mehr, seit 2011 befindet sich das Unternehmen in der Sanierung. 2013 begann ein „Mergers & Acquisitions“ (M&A)-Prozess, sprich die Suche nach einem Geldgeber oder Investor.

Diese Suche ist jetzt beendet, die Cordes-Gruppe aus Bremerhaven übernimmt zum 1. Januar 2015 das Holzverarbeitungsunternehmen. „Alle Verträge sind schon unterschrieben“, bestätigte Rettenmeier-Geschäftsführer Dr. Stefan Lang Informationen der Rieser Nachrichten. Auch Andreas Cordes, Geschäftsführer der gleichnamigen Gruppe, bestätigte bereits offiziell, dass die Vereinbarung steht. Da die Tinte noch frisch ist und noch nicht einmal die Mitarbeiter über Einzelheiten informiert sind, wird die offizielle Bekanntgabe der Übernahme erst noch erfolgen.

Doch das Wesentliche steht für Stefan Lang fest: „Die Sanierung ist erfolgreich abgeschlossen.“ Er fügt hinzu, dass das Unternehmen, dessen Verkauf jahrelang geplant war, unter der Sanierung litt. Ungewissheit sei weder für Kunden noch für Mitarbeiter eine gute Grundlage der Zusammenarbeit. Die Ungewissheit sei jetzt weg, ansonsten ändere sich für die Belegschaft nichts: „Die Mitarbeiter bekommen keinerlei Veränderungen mit, Name und Strukturen bleiben gleich.“ Im Übrigen bleiben laut Lang auch die Mitarbeiterzahlen unverändert.

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Die Belegschaft atmet genauso auf wie die Geschäftsführung: „Es ist eine spürbare Erleichterung unter den Kollegen da“, erklärte der Betriebsratsvorsitzende Frank Schilling gegenüber unserer Zeitung. Obwohl nach einem Gespräch mit der Geschäftsführung und einem Info-Schreiben an die Mitarbeiter keine weiteren Einzelheiten bekannt wurden, sehe jeder die Übernahme durch Cordes als Schritt in die richtige Richtung: „Es kommt allgemein gut an, dass jetzt ein Investor aus der Branche einsteigt. Das ist besser, als wenn wir es rein mit Banken zu tun hätten.“

Rettenmeier soll nicht, wie bei Übernahmen oft üblich, als ergänzendes Teil in das Gefüge des neuen Konzerns eingegliedert werden. „Cordes will sich einfach nur vergrößern, die Gruppe ist genau so ein Unternehmen wie wir und macht das Gleiche“, erklärte Lang. Sprich, auch Cordes fällt und sägt Holz und verarbeitet es für den Markt weiter, beispielsweise als Sperrholz, Multiplex- oder Hartfaserplatten. Die Cordes-Gruppe habe sich für die Übernahme entschlossen, weil sie Rettenmeier als gutes Unternehmen aus der gleichen Branche erachte.

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