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Konzert

30.06.2017

Sangesfreude und instrumentale Kunst

Der Oettinger Simply Joy Gospel Chor und das Lehminger Klarinetten-Ensemble in der St.-Sebastian-Pfarrkirche.
Bild: Marion Beck

Oettinger Gospelchor und Lehminger Klarinetten-Quartett begeistern das Publikum in St. Sebastian

Pure Lebensfreude aus über 30 Kehlen und vier Klarinetten: Das Gospel-and-more-Konzert in der St.-Sebastian-Pfarrkirche gebührte sich für Namen und Programm. Der Oettinger Simply Joy Gospel Chor und das Lehminger Klarinetten-Ensemble sorgten für ein schwungvolles Musikerlebnis, das sich mit innigem Frohsinn über das ganze Konzert hinweg zog.

Sie hatten im Vorfeld nicht zu viel versprochen. Das Konzert in der sehr gut gefüllten katholischen Kirche bescherte dem Publikum leidenschaftliche Sangesfreude, die unter die Haut ging und instrumentale Musikkunst, die sich auf hohem Niveau darbot. Ergriffen und beseelt zugleich lauschten die Zuhörer den Gesängen der Gospels, Spirituals und Balladen sowie den Stücken von Klassik, Pop und Rock der Klarinetten-Spielerinnen. Gefühlvolle Hingabe und ansteckende Freude am Gesang und Spiel kennzeichneten sämtliche Darbietungen vor den neugotischen Altären in St. Sebastian. Im Wechsel boten die leidenschaftlichen Gospelsänger und -sängerinnen und das talentierte junge Frauen-Klarinetten-Quartett den Konzertbesuchern einen tollen Spätnachmittag, der noch lange nachgeklungen haben dürfte.

Mit fröhlichen Gesichtern und heiterem Schritt verließen die Konzertgäste beflügelt das Gotteshaus, nicht aber ohne vorher von der engagierten Dirigentin Annegret Keller bei der Zugabe zum Mitsingen eingebunden zu werden. Zu „Rock the World“ entstand ein Gemeinschaftsgefühl unter allen Konzert-Anwesenden, das über Gesang, Bewegung und rhythmischem Klatschen sein glückliches Bekenntnis fand. Alltagssorgen und Nöte waren zumindest für die Dauer der Veranstaltung wie weggeblasen. Mit Charme und Esprit im Dirigat sorgte die Chorleiterin des Simply Joy Gospel Chors das ganze Konzert über für präzise Einsätze und rhythmische Dynamik. Annegret Keller verstand es hervorragend, die verschiedenen Singstimmen der Gospelsinger abwechslungsreich zu akzentuieren und die jeweiligen Stücke und Melodien eindrucksvoll ihre Wirkung entfalten zu lassen. Das Spiel am E-Piano von Christoph Kessler bereicherte den Chorklang mit instrumentaler Farbigkeit.

Mit ihren eigenen unverwechselbaren Profilen, einem kontrastreichen Repertoire, stimmlicher Homogenität bei den Gospelsängern und Können auf künstlerisch hohem Niveau bei den Klarinetten-Spielerinnen gewannen beide Amateur-Gruppen, gepaart mit ihrer Leidenschaft und Freude an der Musik, ihr Publikum, das glücklich und berührt nach Hause ging. (mb)

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