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Nördlingen

31.08.2020

Schönheitskur für die Stadtmauer in Nördlingen 2020

Zwischen dem Berger und dem Baldinger Tor wird die Stadtmauer saniert.

Plus Immer wieder sind Teile der Nördlinger Stadtmauer eingerüstet. Auch aktuell wird gebaut. Außerdem ist ein neues Beleuchtungskonzept im Gespräch.

Mit einem Ausblick über die Dächer der Altstadthäuser begeistert der 2,6 Kilometer lange Rundgang auf der Nördlinger Stadtmauer Besucher aus aller Welt. Als einzige Stadtmauer Deutschlands, die einen vollständig erhaltenen, begehbaren und überdachten Wehrgang besitzt, lockt sie viele Touristen nach Nördlingen. Doch immer wieder sind Teile davon eingerüstet – Bauarbeiten werden durchgeführt. Wieso und wann an Abschnitten der Stadtmauer gearbeitet wird, erklärt Stadtbaumeister Hans-Georg Sigel, denn: „Die Stadtmauer ist in gewisser Weise eine ewige Dauerbaustelle“, sagt er.

Sanierung an der Stadtmauer in Nördlingen 2020

In zeitlichen Abständen untersuchen Mitarbeiter des Nördlinger Bauamts die Stadtmauer und ihre fünf Tore, zwölf Türme und die Alte Bastei. „Dann wird nach Priorität abgewägt“, sagt Sigel. Gerade hat der erste und älteste Backofenturm, auch Tannenturm genannt, die oberste Priorität. Der Backofenturm zwischen dem Berger und dem Baldinger Tor wies Schäden an der Fassade auf. Durch Dehnungsrisse im Beton könne Wasser in das Mauerwerk dringen. Folglich entstehe Feuchtigkeit innerhalb der Stadtmauer, und auch der Putz werde dadurch nach und nach beschädigt. Um das Eindringen des Wassers zu verhindern, werde deshalb die Fassade saniert. Die Türme sollen wasserfest gehalten und stabilisiert werden, um die Verkehrssicherheit an der Stadtmauer zu gewährleisten.

Die Sanierungsarbeiten am Tannenturm sollen dieses Jahr fertiggestellt werden.

Insgesamt wurde für die Sanierung des Tannenturms ein Budget von etwa 260000 Euro eingeplant. „Wir sind knapp unter der festgelegten Summe geblieben“, so Sigel. Insgesamt bezahlt die Stadt rund 240000 Euro, um den Turm für die nächsten Jahre zu sichern. Ein fester Betrag für die Sanierungsarbeiten der Stadtmauer wurde im Nördlinger Haushalt nicht festgelegt. Es gäbe ein Drei-Jahres-Programm für die Stadtmauer. „Sozusagen ein großer Pott, aus dem immer wieder diverse Geldbeträge für die anstehenden Arbeiten genommen werden können“, erläutert Sigel.

Jedes Jahr werden neue Schäden der Stadtmauer festgestellt und repariert, weshalb Sigel das alte Gemäuer auch als eine „Dauerbaustelle“ bezeichnet. „Die Sanierungsarbeiten an der Stadtmauer sind ein ewiger Kreislauf“, sagt Sigel.

Abschluss der Bauarbeiten an der Alten Bastei

Ein weiteres Ziel sei der Abschluss der Bauarbeiten an der Alten Bastei. Außerdem ist ein neues Beleuchtungskonzept für Teilabschnitte der Stadtmauer in Arbeit, um den Stadtmauergang für die Besucher noch attraktiver zu machen, sagt Sigel. Der nächste Turm, der saniert werden soll, ist der Obere Wasserturm, durch den die Eger in die Stadt fließt – ebenfalls zwischen dem Berger und Baldinger Tor. Die Planungen des Bauhofs in Zusammenarbeit mit weiteren ausführenden Firmen beginnen bereits im September, sodass im neuen Jahr sobald wie möglich mit den Bauarbeiten begonnen werden könne.

Im Moment sind sehr viele Touristen in der Stadt unterwegs, was die Tourist-Information Nördlingen bestätigt. Auch die Möglichkeit, den Daniel zu besteigen, wird sehr gut angenommen, weshalb schlussgefolgert werden kann, dass viele Besucher die beliebte Nördlinger Stadtmauer begehen. Da die Bauarbeiten punktuell vorgenommen werden, ist der Rundgang jederzeit frei zugänglich. Die Baumaßnahmen an der Stadtmauer werden in einem Dringlichkeitsplan der Stadt Nördlingen aufgeführt. Bereits seit 2012 werde dieser abgearbeitet. Im Jahr 2019 setzte sich die Stadt die Sanierung des Tannenturms 2020 als Ziel.

Der Obere Wasserturm wird die nächste Baustelle sein.

Diesen Punkt werde sie 2020 abschließen. „Die Stadtmauer ist ein hochkarätiges Denkmal, weshalb es eine Lebensaufgabe der Stadt Nördlingen ist, diese zu erhalten und sich um ihren Zustand zu kümmern“, so Stadtbaumeister Sigel.

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