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Konzert

26.02.2015

Stimmung im Wirtshaus

Einen mitreißenden Abend gestalteten die Musiker von „Monobo Son“ im Wildwechsel in Dornstadt. Es ist die Zweitband des Posaunisten von La Brass Banda, Manuel Winbeck.
Bild: Anton Kutscherauer

„Monobo Son“ bringen den Wildwechsel in Dornstadt zum Brodeln

Noch im Herbst hatten sie beim „Kaffeekonzert“ mit einem furiosen Auftritt im Biergarten des Dornstädter Wildwechsels einen Nachmittag lang das Publikum verzaubert, diesmal rockten sie den Saal der Kult-Kneipe. Die Rede ist von „Monobo Son“, der Zweit-Band des La Brass Banda-Posaunisten Manuel Winbeck. Auf Einladung der „Waldgeister Dornstadt“ stellte die Truppe nun erstmals ihre frisch gepresste Erstlings-CD „Jambo“ vor.

Kaum hat die Gruppe ihr erstes Lied angestimmt – ein Instrumental, das für jeden der fünf Musiker ein kurzes Solo enthält –, ist Stimmung im prall gefüllten Wirtshaussaal. Und schon beim dritten Song packt die gesamte Truppe ihre Instrumente und mischt sich mitten ins Publikum, um „Barrieren einzureißen“: „Jadadey, jadadey …“ wird gemeinsam mit den Besuchern lautstark der Refrain intoniert.

Der mitreißende Mix aus den verschiedensten Stilrichtungen tut ein Übriges: von Afro bis Funk, von Soul bis Freak Jazz reicht die Palette, im Grundton stets Elemente bayerischer Volksmusik mitschwingend. In den verschiedensten Kombinationen bringen die Musiker ihre Instrumente zum Einsatz: es dominieren die Blechbläser, gleichzeitig verleihen Querflöte, Schlagzeug und Hammond-Orgel dem Sound eine ganz individuelle Note.

Sämtliche Lieder sind von Manuel Winbeck komponiert, die Trennlinie zur Stamm-Band „La Brass Banda“ ist fließend. Die überwiegend in bayerischer Mundart gehaltenen Texte von „Monobo Son“ sind ansprechend und abwechslungsreich.

Darin geht es mal um Schwierigkeiten bei der Kontaktaufnahme („ I trau mi’ ned“) und bei einem Tango um die unerwiderte Liebe („Angela – schmeiß doch alles hi’, und geh’ mit mir nach Kanada“). Gleich darauf begibt man sich auf die Walz („König von da Straß, de ganze Welt is’ mei’ Palast“) oder mit dem Fiat Panda in den Urlaub („Woaßt as no?“).

„Bewaffnet“ mit ihren Instrumenten holt die Band die Leute nach kurzer Pause in der Kneipe im Erdgeschoss ab, um die ausgelassene Party fortzusetzen. Schnell nehmen Konzert und Musiker wieder Fahrt auf, angetrieben von einem entfesselten Frontmann Manuel Winbeck, der wie Bruder Johannes im La-Brass-Banda-Style barfuß auf der Bühne steht. Bald gibt es kein Halten mehr: die schweißgetränkten Musiker werfen alles rein, die Fans tanzen enthemmt, ein furioses Querflöten-Solo des großartigen Wolfi Schlick wird frenetisch gefeiert – der Wildwechsel brodelt.

Auf ihrer über zweistündigen musikalischen Reise umrunden „Monobo Son“ zusammen mit ihrem Publikum den Erdball. Improvisation und Leidenschaft sind Markenzeichen der Band, alles wirkt natürlich und unverstellt – eine wunderbare Leichtigkeit des Seins.

Zugabe um Zugabe fordern die Besucher im Wildwechsel ein, ehe mit dem einzigen Cover-Song („I looked at you“ von den Doors) ein mitreißendes Konzert sein Ende findet.

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