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Ederheim

13.12.2020

VG Ries verschiebt Investitionen

Das Gebäude der VG Ries in Nördlingen während der Renovierung.
Bild: Ronald Hummel

Plus Der Haushalt der VG Ries hat eine positive Bilanz. Doch manche Investitionen wurden nur geschoben. Sie folgen nun im Haushalt 2020.

Auf der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Ries hat am Dienstag Kämmerer Moritz Gerstner seinen Rechenschaftsbericht über die Jahresrechnung 2019 vorgestellt. Die Bilanz: Unter dem Strich hat die VG 386.000 Euro mehr zur Verfügung als ursprünglich veranschlagt.

Gerstner erklärte den Überschuss wie folgt: Im Verwaltungshaushalt, aus dem die laufenden Kosten bestritten werden, sind 40.000 Euro weniger ausgegeben worden als im Planansatz vorgesehen. Dabei sind eingeplante Personalkosten nicht abgerufen worden. Diese nicht benötigten Personalausgaben beziehen sich auf sämtliche Personalhaushaltsstellen.

Baumaßnahmen in der VG Ries wurden im Haushalt um ein Jahr geschoben

Auch im Bereich des sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwands wurden Mittel nicht benötigt. Hinzu kommt, dass Mehreinnahmen in Höhe von 31.000 Euro erzielt wurden. Diese stammen unter anderem aus Verwaltung und Betrieb sowie aus Erstattungen vom Land. Insgesamt sind aus dem Verwaltungshaushalt, in dem die laufenden Kosten aufgeführt sind, 71.000 Euro dem Vermögenshaushalt für Investitionen zugeführt worden, was im Haushaltsplan ursprünglich nicht vorgesehen war.

Im Vermögenshaushalt waren 470.000 Euro Ausgaben geplant: für Brandschutzmaßnahmen, den Einbau eines Aufzugs in das VG-Gebäude, für die Sanierung der Gebäudeelektronik und der Datenstation, für EDV-Ausstattung und Software sowie für Möbelanschaffungen.

Die Baumaßnahmen bezüglich der Sanierung, des Brandschutzes und des Einbaus eines Aufzugs zogen sich ins Jahr 2020 hinüber. So ergaben sich letztlich nur Ausgaben von 155.000 Euro, die restlichen 315.000 Euro gegenüber dem Planansatz wurden nicht benötigt.

In der Summe weist der Vermögenshaushalt 71.000 Euro Mehreinnahmen und 315.000 Euro Minderausgaben auf. Das Ergebnis sei jedoch nicht so positiv, wie es scheine, argumentiert der Kämmerer. Denn es handle sich dabei um keinen echten Überschuss, da bei den Baumaßnahmen noch rund 300.000 Euro an Investitionen in der Zukunft ausstünden.

Warum die positive Bilanz der VG Ries laut Kämmerer kein "echter Überschuss" ist

Formell wurden die Planansätze im Verwaltungs- und im Vermögenshaushalt nun mit einem Gesamtbetrag von 101.000 Euro bei den Einnahmen und 474.000 Euro bei den Ausgaben überschritten. 71.000 Euro entfielen dabei auf die Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt und 386.000 Euro auf die Rücklagenzuführung. Die Haushaltsüberschreitungen wurden nachträglich genehmigt. Die örtliche Rechnungsprüfung hatten die Bürgermeister Christoph Schmid, Karin Bergdolt und Petra Eisele durchgeführt. Die Gemeinschaftsversammlung beschloss die Feststellung und Entlastung der Jahresrechnung einstimmig.

Anschließend wurden weitere erforderliche EDV-Anschaffungen für das laufende Jahr nachträglich einstimmig genehmigt. Es handelt sich dabei um Speicherkapazitäten (Storages) und einen neuen, leistungsfähigeren E-Mail-Server, für den 8500 Euro für Anschaffung und Einrichtung zu veranschlagen sind. Die Verwaltungsgemeinschaft wolle die „EDV aktualisieren und auf dem neuesten Stand halten“, sagte der Gemeinschaftsvorsitzende Klaus Schmidt.

2021 soll zudem ein Terminal-Server so eingerichtet werden, dass die Gemeinden künftig auch auf das Dokumentenmanagementsystem zugreifen können mit Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen und auf das Kominfo-System mit Daten zur Grundstücksverwaltung für Grundstücksgrößen und -eigentümer. Bislang konnten die Gemeinden schon auf Kassendaten und Einwohnermeldedaten zugreifen. Im neuen Jahr will die Verwaltungsgemeinschaft auch eine Arbeitsgruppe EDV einrichten, die der größer werdenden Bedeutung der EDV Rechnung trägt.

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