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Kommunales

27.08.2018

Wer wird neuer Bürgermeister in Wassertrüdingen?

Wer wird neuer Bürgermeister in Wassertrüdingen? Der bisherige Rathauschef Günther Babel ist erkrankt und wurde offiziell als dienstunfähig eingestuft. Der Wahltermin wurde auf den 11. November festgelegt.

Der bisherige Wassertrüdinger Rathauschef Günther Babel ist erkrankt. Nun müssen die Bürger der Wörnitzstadt am 11. November einen Nachfolger für ihn wählen

„Bürgermeister gesucht“ heißt es für die 6000-Einwohner zählende Stadt Wassertrüdingen. Amtsinhaber Günther Babel wurde nach längerer Krankheit offiziell als dienstunfähig eingestuft. In der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause wurde der Termin für die Neuwahl auf den 11. November festgelegt. Rund 4700 Wähler sind somit aufgerufen, ein neues Stadtoberhaupt für die Landesgartenschaustadt zu bestimmen.

Der seit 2008 amtierende Günther Babel musste sich im Mai 2016 einer schwierigen Operation unterziehen und ging zuversichtlich Anfang letzten Jahres wieder an die Arbeit. Krankheitsbedingt fiel der mit Ehefrau Friedlinde in Fürnheim wohnende Babel jedoch immer wieder aus und konnte ab November 2017 die Amtsgeschäfte nicht mehr führen. Mit immensem Einsatz führte zweite Bürgermeisterin Monika Breit die Amtsgeschäfte, zunächst ab Mai 2016 in der Hoffnung auf eine Rückkehr des erkrankten Stadtoberhaupts, was sich jedoch nicht erfüllte.

Der Stadtrat hatte aufgrund der „Wackelpartie“ auf dem Bürgermeisterstuhl Ende vergangenen Jahres die Überprüfung der Dienstfähigkeit des Amtsinhabers beantragt. Das amtsärztliche Gutachten stellte diese fest und Babel legte keine Rechtsmittel gegen diesen Bescheid ein. Klarheit herrscht nun zumindest auf kommunalpolitischer Ebene, denn die vergangenen zwei Jahre waren sowohl für die Verwaltung als auch Stadtrat und die Bürger eine Ausnahmesituation.

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Genau in diesen zwei Jahren wurde Wassertrüdingen von einer intensiven „Finanzkrise“ mit Gewerbesteuer- und Kreisumlagerückzahlungen von mehr als 20 Millionen Euro geschüttelt. Nicht minder schwierig waren die infrastrukturellen Aufgaben der Wörnitzstadt, denn der Teilneubau und Generalsanierung der Grundschule musste fortgeführt und abgeschlossen werden sowie das Großprojekt „Kleine Landesgartenschau“ weitergebaut werden. Die Grundschule mit einem Investitionsvolumen von 7,5 Millionen Euro wurde im Juni dieses Jahres abgeschlossen und die Landesgartenschau, deren Gesamtkosten mit Hochwasserschutz sich auf rund 13,5 Millionen Euro belaufen, steigt nun in die heiße Phase ein. Gerade noch rechtzeitig wird sich somit ein neues Stadtoberhaupt in das „heiße“ Gartenschaujahr einarbeiten können.

Die Stadtverwaltung hatte angestrebt, gemeinsam mit den Landtags- und Bezirkstagswahlen am 14. Oktober die Bürgermeister-Wahl in Wassertrüdingen durchzuführen, jedoch wäre dafür eine Genehmigung des bayerischen Innenministeriums notwendig und das Landratsamt Ansbach als Aufsichtsbehörde hatte den Termin als zu knapp beurteilt. Somit folgte der Stadtrat einhellig dem Vorschlag der Verwaltung, den Wahltermin auf Sonntag, 11. November, festzulegen.

Als Gemeindewahlleiter wurde Verwaltungsinspektor Michael Krebs benannt, der genügend Erfahrung bei Wahlen aufweisen kann. Amtierende Bürgermeisterin Monika Breit wünscht sich einen sachlichen und fairen Wettbewerb um das Amt des ersten Bürgermeisters. Mögliche Kandidaten für das immerhin lukrative Amt der Besoldungsgruppe A 16 seien bislang noch nicht bekannt. Lediglich die Fraktion der CSU, die mittlerweile ihre Trennung in CSU und CSU-Bürgerliste wieder „ad acta“ gelegt hat und damit 13 Sitze im Stadtrat aufweisen kann, habe Wahlunterlagen für die Bürgermeisterwahl eingeholt, lautete die Information aus dem Rathaus.

Fünf Sitze hat im Wassertrüdinger Stadtrat die SPD und zwei Stadträte gehören dem „Kommunalen Forum 96“ an. Die Wahlperiode für das künftige Stadtoberhaupt beträgt acht Jahre bis zum Jahr 2026 und sei laut der Verwaltung der konkreten Situation geschuldet und entspreche den gesetzlichen Vorgaben.

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