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Interview

03.01.2019

Wird das Kösinger Freibad 2020 eröffnet?

Thomas Häfele sitzt seit einem Jahr auf dem Chefsessel im Neresheimer Rathaus. Der Bürgermeister blickt auf ein arbeitsintensives Jahr zurück.
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Thomas Häfele sitzt seit einem Jahr auf dem Chefsessel im Neresheimer Rathaus. Der Bürgermeister blickt auf ein arbeitsintensives Jahr zurück.
Bild: Viktor Turad

Neresheims Bürgermeister Thomas Häfele zieht nach seinem ersten Jahr im Amt Bilanz. Besonders beschäftigt hat ihn die Sanierung des Freibads. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte es nächstes Jahr eingeweiht werden

Sie sind jetzt ein Jahr Bürgermeister von Neresheim. Sind Sie inzwischen auch privat schon ein bisschen heimisch geworden?

Auf jeden Fall. Ich habe meine Wohnung in Neresheim bezogen und halte mich privat die meiste Zeit hier auf. Ich fühle mich in Neresheim schon sehr wohl.

Nachdem Sie Neresheim noch etwas genauer kennengelernt haben: Was gefällt Ihnen hier besonders?

Ich finde das Ehrenamt unglaublich beeindruckend. In der Gesamtstadt gibt es fast 120 Vereine, die sehr aktiv und umtriebig sind und sehr viel auf die Beine stellen. In diesem Umfang habe ich das noch selten erlebt.

Wie arbeitsintensiv war Ihr erstes Jahr als Bürgermeister?

Das war sehr arbeitsintensiv, weil so viel gleichzeitig auf mich zugekommen ist. Für die Erweiterung des Gewerbegebietes hatten wir am Jahresanfang noch nicht einmal einen Standort. Und als der gefunden war, mussten gleich die planungs- und baurechtlichen Voraussetzungen für die Erweiterung geschaffen werden. Wir mussten die Planung für die Baugebiete fortschreiben und die beiden Projekte aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum für Ohmenheim und Dorfmerkingen auf den Weg bringen. Schließlich kam noch das Thema Freibadsanierung Kösingen auf uns zu. Ich denke, wir haben das alles so gut hinbekommen, dass wir im kommenden Jahr an die Umsetzung gehen können.

Was hat Sie besonders beschäftigt?

Am meisten das Freibad Kösingen. Denn immer, wenn wir dachten, jetzt haben wir alles im Griff, kam wieder etwas, und wir mussten alles über den Haufen werfen, neu planen und uns um die Finanzierung kümmern. Das war eine Riesenaufgabe, die vor allem die Stadtkämmerei und das Stadtbauamt hervorragend umgesetzt haben.

Nachdem nun der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung im alten Jahr entschieden hat: Wie geht es mit dem Freibad in Kösingen konkret weiter?

Wir gehen jetzt die Sanierung schnellstmöglich an. Wir haben den Bundeszuschuss beantragt. Im Januar werden wir direkt die Ausschreibung für das Becken vorbereiten. Im Frühjahr mit dem Rückbau des Beckens beginnen und anschließend in den Neubau einsteigen. Wenn alles nach Plan verläuft, werden wir zu Pfingsten 2020 das neue Freibad einweihen können.

Wie schätzen Sie das ein: Ist die Handschrift des neuen Bürgermeisters schon erkennbar, und wenn ja, wo?

Bei den großen Projekten ist das noch nicht möglich, denn da haben wir in diesem Jahr vieles vorbereitet, und wir können hoffen, dass wir dann im kommenden Jahr die Früchte ernten dürfen. In anderen Dingen denke ich schon, dass die Handschrift des Bürgermeisters erkennbar wird, zum Beispiel bei der Aktivierung des Stadtgartens oder beim Angebot für Jüngere mit dem Open-Air-Konzert zum Stadtfest-Auftakt auf dem Marienplatz oder bei der Initiierung eines Jugendgemeinderates. Hier sieht man schon, dass sich etwas verändert hat.

Wie hat sich die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung entwickelt? Immerhin sind Sie einer der Jüngeren in der Runde und haben es mit zum Teil altgedienten Amtsleitern und Mitarbeitern zu tun.

Die Zusammenarbeit war von Anfang an gut. Wir haben schnell zusammengefunden, wir haben aber auch schnell von der Kennenlern- in die Arbeitsphase wechseln müssen. Ich muss aber auch gestehen, dass ich überrascht war, welch motivierte und kompetente Verwaltung ich in Neresheim angetroffen habe. Unsere Mitarbeiter bringen einen Einsatz weit über die normale Grenze hinaus. Das Rathaus zieht auch bei schwierigen Dingen an einem Strang.

Und wie ist die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat?

Natürlich ist man nicht immer einer Meinung, aber die Zusammenarbeit ist sehr gut und zwar über Parteigrenzen hinweg. Das hat sich zum Beispiel beim Thema Gewerbegebiet gezeigt oder bei der Haushaltsklausur.

Welche Aufgaben wollen Sie persönlich im kommenden Jahr vorrangig angehen?

Da sehe ich drei ganz wichtige: Wir müssen das Gewerbegebiet so entwickeln, dass wir Ende 2019 mit der Erschließung der Erweiterung beginnen können. Wir müssen die Sanierung des Freibades in Kösingen so auf den Weg bringen, dass wir es 2020 wieder eröffnen können. Und wir müssen den Breitbandausbau vorantreiben, damit wir der Bevölkerung eine größere Bandbreite zur Verfügung stellen können.

Worauf freuen Sie sich im Blick auf dieses Jahr besonders?

Ich freue mich besonders auf das Stadtfestjubiläum, das verbunden ist mit dem 25-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Bagnacavallo. Besonders charmant finde ich den Auftakt mit einem Kinderfest, ich freue mich aber auch auf das Live-Konzert von Voxxclub. Ein besonderer Abschluss wird der Zapfenstreich mit den drei großen Musikvereinen Stadtkapelle Neresheim, Musikverein Elchingen und den Original Härtsfelder Musikanten sein.

Interview: Viktor Turad

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