Basketball Bundesliga Frauen

24.11.2019

Angels gewinnen in Heidelberg

Danielle McCray lieferte eine überragende Partie ab und hatte kaum einen Fehlwurf.
Bild: Kurt Wittmann

Die Xcyde Angels gewinnen in Heidelberg mit 81:85 (28:32, 24:17, 17:16, 12:20). Welche Spielerinnen besonders überzeugten.

Mit einer Energieleistung allererster Güte haben sich die Xcyde Angels bei den heimstarken SNP Bascats USC Heidelberg wichtige Punkte im Kampf um Play-Off-Plätze gesichert. Beim 81:85-Sieg brillierten vor allem die Nördlinger Center-Spielerinnen McCray, Geiselsöder und Obanor, die zusammen 50 Punkte erzielten.

Mit dem letzten Aufgebot traten die Nördlinger Basketballerinnen eine ihrer kürzesten Auswärtsfahrten an. In der Vorwoche war kaum an einen geregelten Trainingsbetrieb zu denken: Luisa Geiselsöder und Samantha Hill brauchten noch Pause aufgrund ihrer Länderspieleinsätze. Laura Geiselsöder laboriert nach wie vor an Knieproblemen. Magaly Meynadier und Heta Äijänen waren krank und Danielle McCray war wegen Knieschmerzen nur bedingt trainingsbereit. Angesichts dieser Ausgangslage fuhr das Team ohne große Erwartungen nach Heidelberg, einer traditionell heimstarken Truppe, die in dieser Saison alle Heimspiele für sich hatte entscheiden können.

Eine Defense-Schlacht sieht anders aus, als das, was beide Teams zu Beginn ablieferten. Jeder Angriff ein Treffer. Nach zehn Minuten leuchtete ein rekordverdächtiges 28:32 auf der Heidelberger Anzeigetafel. Würden die lädierten Angels dieses atemberaubende Tempo durchhalten können? Coach Imreh war bemüht, die Angels-Defense zu intensivieren und den Heidelberger Offensivrausch einzudämmen, während die Gastgeber daran festhielten, Hektik und Tempo hochzuhalten.

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Ein High-Score-Game mit wechselnden Führungen

Spektakuläre Distanzwürfe prägten das zweite Viertel ebenso wie das Duell auf der Innenposition, wo sich Luisa Geiselsöder gegen Heidelbergs Victoria Harris ein sehenswertes Battle lieferte. In der Summe schaffte es aber kein Team, sich einen nennenswerten Vorteil zu verschaffen. Den Halbzeitstand von 52:49 sieht man allerdings auch nicht alle Tage und schon jetzt musste kein Zuschauer sein Kommen bereuen, wurde doch ein High-Speed-Game geboten, wie man es eher selten sieht im deutschen Frauenbasketball.

In der zweiten Halbzeit wurde weiter gerannt und geworfen was das Zeug hielt, nichts für Verteidigungs-Fetischisten, aber toll zum zuschauen. Nach drei Vierteln hatte sich Heidelberg ein kleines Vier-Punkte-Pölsterchen erarbeitet, hauptsächlich dank ihrer Stärken im Offensivrebound. Aber was sind schon vier Punkte in einem High-Score-Game wie diesem? Nichts. Nach weiteren zwei Minuten führten die Angels wieder mit 72:73 nach einem Steal und Fast Break von Sami Hill. Dem nicht genug.

Xcyde Angels: Eine 18-jährige überzeugte

Endlich gelang es, die Heidelberger Offensive ein wenig abzubremsen und selbst zu scoren. Drei Minuten vor Schluss lagen die Angels gar mit 76:84 in Führung und sahen schon wie der sichere Sieger aus. Doch die Gastgeber legten noch einmal zu und verkürzten den Score, so dass man um den fast schon sicheren Auswärtssieg bangen musste. Ein verwandelter Freiwurf von Hill zementierte den sechsten Saisonsieg. Dass man das Reboundduell deutlich verlor war dabei nicht ausschlaggebend, weil Vorpahl und Co extrem gut auf den Ball aufpassten (nur acht Turnovers im ganzen Spiel) und weil Danielle McCray beinahe fehlerlos traf. Elf ihrer 13 Wurfversuche fanden den Weg in den Korb.

Hervorzuheben ist außerdem die Leistung der 18-jährigen Julia Förner. Sie rechtfertigte das Vertrauen, das Coach Tony Imreh in sie setzte – er beorderte sie für die erkrankte Magaly Meynadier in die Startformation – mit zehn Punkten, drei Assists und zwei Steals in 29 Minuten Spielzeit. Es ist das bislang beste Spiel der Bambergerin im Angels-Trikot und Lohn ihrer hervorragenden Trainingseinstellung. Mit dem wichtigen Sieg behaupten die Xcyde Angels ihren vierten Tabellenplatz und liegen auf Play-Off-Kurs. Am nächsten Wochenende steht das Pokal-Achtelfinale an, das die Angels nach Recklinghausen führt.

Die Xcyde Angels spielten mit: Leslie Vorpahl (15, 2 Dreier, 9 Assists), Danielle McCray (25), Magaly Meynadier, Julia Förner (10), Samantha Hill (10,2), Luisa Geiselsöder (21), Amenze Obanor (4), Stephanie Sachnovski, Laura Geiselsöder und Heta Äijänen.

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