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Basketball-Bundesliga

20.12.2020

Angels setzen sich knapp gegen Marburg durch

Bundesliga-Basketballerin Tori Waldner war Garantin des dritten Heimsiegs der Xcyde Angels in Nördlingen gegen Marburg.
Bild: Jochen Aumann

Das Nördlinger Basketball-Bundesliga-Team sichert sich den Sieg gegen Tabellennachbarn Marburg. Die Gäste hätten das Spiel beinahe noch gedreht.

Nach einem defensiv geprägten Spiel haben sich die Xcyde Angels einen knappen 55:53-Sieg gegen den Tabellennachbarn BC pharmaserv Marburg gesichert. Damit orientieren sich die Nördlinger Erstligisten allmählich in die obere Hälfte der Tabelle. Als Turm in der Schlacht erwies sich erneut Tori Waldner, die nicht nur vier Würfe blockte und neun Rebounds einsammelte, sondern auch selber 16 Punkte erzielte, davon zwei Dreier.

Die Burgspiele der Angels gehen weiter: Nach Frei-, nun Mar- und am Mittwoch noch Wasserburg. Ohne Center-Spielerin Nani Ilmberger, die sich im Freiburg-Spiel einen Kreuzbandriss zuzog und für den Rest der Saison ausfällt, und ohne Mesi Obanor war die Imreh-Truppe auf den großen Positionen arg gehandicapt, und das gegen Marburg, die eine stattliche Garde an Innenspielerinnen aufzuweisen haben.

Kein Wunder also, dass es Coach Imrehs Marschroute war, das Spiel schnell zu machen und auf die Außenpositionen zu verlagern. Sein Kollege auf Marbuger Seite, der Spanier Julian Martinez, versuchte genau das Gegenteil zu bewerkstelligen. Beide Konzepte funktionierten im ersten Viertel, so dass die Angels eine knappe 21:17-Führung für sich behaupten konnten, während die Marburger Offense die effektivste Nördlinger Centerin Leaphart zu drei Fouls zwang. Die beiden Coaches schienen insgesamt sehr zufrieden mit der Performance ihrer Spielerinnen zu sein.

Erst nach 17 Minuten wurde die erste Auszeit des Spiels beantragt. Marburgs Coach hatte offensichtlich etwas zu besprechen. Da stand es 26:24 für die Angels. Danach scorten allerdings nur noch die Angels und nahmen so eine 31:24-Führung mit in die Kabine.

Angels Nördlingen gegen Marburg: Fast kippte das Spiel

Damit fühlte man sich aber wohl schon zu sicher, denn Lethargie prägte die Offense des dritten Viertels. Alles, was man in Halbzeit eins gut gemacht hatte, schien plötzlich vergessen, und wer nicht warf, konnte auch nicht punkten. Kaum einmal wurde eine gute Wurfoption erarbeitet. Allzu häufig wurde der Ball vertändelt, nicht gefangen oder ins Aus getreten. Das einzig Gute am dritten Viertel war, dass es das Team der Angels irgendwie ohne großen Schaden überstand und sogar die Führung mit 43:38 behaupten konnte. Besonders hilfreich waren die beiden Dreier, die Centerin Tori Waldner mit Ablauf der Shotclock einstreute. Coach Imreh ließ Laura Geiselsöder als Ilmberger-Ersatz auf die Position Vier rotieren und sie dankte es ihm mit einem tollen Auftritt auf der für sie ungewohnten Position. Mit einigen überlegten Angriffen gelang es den Angels erneut zweistellig in Führung zu gehen und beim 50:40 (36. Minute) sah alles nach einem klaren Nördlinger Sieg aus.

Doch wie immer, wenn Brodersen und Co sich zu sicher fühlten, wurde nicht mehr aggressiv gearbeitet und der Gegner eingeladen. Marburg nahm dankend an, verkürzte auf 50:48 und hatte tatsächlich die Chance auf den Auswärtssieg ohne jemals geführt zu haben. Ein Lucky Shot am Schluss hätte genügt, doch der fiel nicht.

Knapper geht es kaum und die Angels machten es erneut am Ende sehr spannend. Sie verspielten einen Zehn-Punkte-Vorsprung im letzten Viertel. Trotzdem reichte es, dank guter Kampfkraft, zum verdienten Heimsieg.
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Angels verteidigen weiße Heimweste
Bild: Jochen Aumann

Am Ende genügten 55 erzielte Punkte um den dritten Heimsieg in Nördlingen in Folge einzufahren. Tori Waldner avancierte diesmal mit 16 Punkten, neun Rebounds und vier Blocks zur dominierenden Figur des Spiels und erkämpfte sich und ihrer Mannschaft einen trainingsfreien Tag am 25. Dezember. Nach Vorgabe des Trainers sollte am ersten Weihnachtsfeiertag nicht trainiert werden, wenn beide Spiele gegen Freiburg und Marburg gewonnen werden. Motivation ist eben alles. Ob auch gegen die dritte Burg gewonnen werden kann, wissen wir bereits am Mittwochabend, nach dem Auswärtsspiel in Wasserburg.

Für die Angels spielten:

Selma Yesilova, Mona Berlitz, Magaly Meynadier (7), Levke Brodersen (2), Stephanie Sachnovski, Laken James (4), Laura Geiselsöder (7), Anneke Schlüter (7), Respect Leaphart (12, 8), Tori Waldner (16, 9 Rebounds, 4 Blocks).

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