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Basketball-Bundesliga Frauen

19.01.2019

Mit viel Einsatz ins Schlüsselspiel

In Hannover reichte aller Einsatz – hier von Sami Hill und Luisa Geiselsöder beim Bodenkampf nicht aus. Am Sonntag geht’s gegen Saarlouis um viel.
Bild: Hauke Schilling

Im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten TV Saarlouis sind die Angels auch physisch gefordert. Die Saarländer ließen zuletzt mit einem hauchdünnen Erfolg gegen Wasserburg aufhorchen

Ein Spiel, dessen Ausgang Weichen stellt für den Rest der Saison, nennt man landläufig ein Schlüsselspiel. Das Aufeinandertreffen der Xcyde Angels gegen den TV Saarlouis am Sonntag ist definitiv ein solches, und zwar für beide Vereine.

Dass es gegen die Royals, wie sich das Team von Trainer Ondrej Sykora nennt, keine einfache Aufgabe wird, dürfte klar sein. Seit letzter Woche herrscht im Lager der Saarländerinnen beste Stimmung. In einem harten Kampf konnten sie in eigener Halle den mehrfachen deutschen Meister TSV Wasserburg hauchdünn bezwingen. Von der Atmosphäre in der Stadtgartenhalle konnten sich die Angels vor gar nicht allzu langer Zeit selbst überzeugen. Sieben Wochen ist es er, dass die Nördlingerinnen im Saarland eine deutliche Niederlage hinnehmen mussten. Beim 54:74 hatte man von Beginn an keine Chance. Mit ein Grund für die klare Niederlage war allerdings die überaus strapaziöse Anreise an einem Mittwochnachmittag.

Dass bei der Partie gegen die Royals so gar nichts glücken wollte, dafür waren besonders die drei US-Amerikanerinnen im Kader der Gäste maßgeblich verantwortlich. Sie bereiteten der Verteidigung der Angels immense Probleme und konnten sich immer wieder erfolgreich durchsetzen. Ein Teil des Trios ist Point Guard Ariel Hearn, die bisher in dieser Saison genau 200 Punkte erzielte und damit eine von vier Spielerinnen jenseits der 200er- Marke ist. Neben einer beeindruckenden Dreierquote strahlt sie zudem beim Rebound höchste Gefahr aus. In dieser Disziplin steht ihr ihre Landsfrau Bronaza King Fitzgerald in nichts nach. Die erst 22-jährige Centerin legte besonders in den vergangenen Partien ausgezeichnete Auftritte hin und übernimmt eine Menge Verantwortung für ihre Mannschaft.

Im Gegensatz zum Hinspiel wird am Wochenende auch Nadjeschda Ilmberger wieder für die Gäste aus dem Saarland auflaufen. Erst seit vier Partien kann sie nach langer Verletzungspause wieder mitwirken und glänzte sofort mit energischen Auftritten. Nach den Erfahrungen vom Hinspiel stellte Pat Bär seine Truppe auf eine enorme physische Herausforderung ein. Eine wichtige Rolle wird dabei die Linie der Schiedsrichter spielen. Als in Saarlouis von den Referees insgesamt wenig gepfiffen wurde, stellten sich die Royals darauf ein und nutzten dies clever mit der erlaubten Härte aus. Sichtbar eingeschüchtert davon, passten die Angels ihre Herangehensweise viel zu spät an, als das Match bereits entschieden war.

Mit fünf Punkten rangieren die Royals derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz und damit drei Plätze hinter den Nördlingerinnen, die acht Zähler auf ihrem Konto haben. Ein Heimsieg der Angels würde die Distanz zwischen beiden Vereinen vergrößern und für die Rieserinnen den Weg in Richtung Play-Offs öffnen. Ein Schlüsselspiel eben, das am Sonntag um 16 Uhr in der Hermann-Keßler-Halle beginnt.

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