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23.10.2017

Rumpftruppe schlägt sich achtbar

Gergely Szabo

TSV-Niederlage in Leipzig

Bereits während der Woche hatte sich herauskristallisiert, dass sich die Personalsituation der Nördlinger Basketballer weiter verschlimmern würde. Nach dem Ausfall von fünf Spielern standen für die erste Auswärtsfahrt nur noch eine Resttruppe von neun Mitreisenden zur Verfügung. Als weitere Erschwernis kam ein „freudiges Ereignis“ im Hause Szabo hinzu. Der Trainer war am Donnerstag Vater einer Tochter geworden und deshalb verständlicherweise zu Hause unabkömmlich. Seine Aufgaben wurden auf Alex Pollithy und Tobias Schmid übertragen. Sie bewerkstelligten dies hervorragend und hätten bei etwas mehr Wurfglück der Mannschaft durchaus die Punkte aus Leipzig entführen können.

Die Rieser zeigten keinerlei Respekt vor der groß gewachsenen sächsischen Truppe und waren gut auf die Hauptkorbschützen der Einheimischen eingestellt. Robin Seeberger, der sich wieder einmal gegen eine gegnerische Übermacht unter den Körben durchsetzen konnte, und JJ Cratit brachten in einem korbarmen ersten Viertel ihre Mannschaft mit 13:11 in Führung. Auch das zweite Viertel ging an die Rieser. Nachdem sich nun auch Tobias Schmid, Philipp Steinmeyer, Lukas Scherer und Mehdi Ruppert am Punktesammeln beteiligten, konnte der TSV einen kleinen 30:26-Vorsprung mit in die Halbzeitpause nehmen. Allerdings zeigte sich bereits in diesem Durchgang das Hauptmanko an diesem Nachmittag: Die Weitwürfe fanden nicht den Weg in den Korb, sondern kullerten immer wieder heraus.

Nach dem Seitenwechsel gelang es zwar JJ Cratit und Robin Seeberger, die Nördlinger Führung auf 33:26 auszubauen, dann kam es jedoch knüppeldick. Zunächst kassierte Robin Seeberger sein drittes Foul, knickte bei dieser Aktion um, musste für den Rest des Viertels auf die Bank und die Rieser waren ohne „Luftwaffe“. Tobias Schmid und Mehdi Ruppert versuchten zwar diese Schwächung zu kompensieren, konnten aber die körperliche Übermacht der Gastgeber nicht ausgleichen, zumal JJ Cratit sein drittes Foul kassierte und entsprechend vorsichtiger agieren musste. Dennoch gelang es dem TSV, bis zur 27. Minute eine knappe 40:37-Führung zu behaupten. Nördlinger Fehlversuche und Ballverluste nutzten die Hausherren, um nach einem 8:0-Lauf selbst die Führung zu übernehmen.

Bis zum 47:47 schien eine Überraschung möglich

Beim Spielstand von 47:42 ging es in die letzten zehn Minuten. Die Rieser gaben noch nicht auf, sondern glichen noch einmal zum 47:47-Zwischenstand aus. Diesem Nördlinger Zwischenspurt ließen die Leipziger jedoch zwei glückliche Dreipunkttreffer und vier Punkte am Brett folgen, sodass in der 37. Minute die Vorentscheidung gefallen war. Der Ensstand von 67:55 täuscht über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg, in dem sich die Nördlinger Rumpftruppe beachtlich geschlagen hatte und nur knapp an einer Überraschung vorbeischrammte. (leo)

TSV Nördlingen Cratit 24 Punkte, Pollithy 2, Lang, Scherer 2, Schmid 6, J. Steinmeyer, Ruppert 2, P. Steinmeyer. 9 (1 Dreier), Seeberger 10.

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