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Fußball

18.07.2020

Schröter sieht „maximale Wettbewerbsverzerrung“

Andreas Schröter

Der TSV Nördlingen nimmt am Ligapokal teil, äußerst aber deutliche Kritik an den Verbandsentscheidungen

Im Rahmen von zwei Sitzungen mit der Arbeitsgemeinschaft „Spielbetrieb Bayernliga Süd“, an denen Vertreter von insgesamt sechs Vereinen dieser Spielklasse teilgenommen haben, wurde die Einführung und Ausgestaltung eines Ligapokals erarbeitet. Der TSV Nördlingen hat gegenüber dem Bayerischen Fußballverband nun schriftlich erklärt, dass er am angebotenen Ligapokal teilnimmt. Gleichzeitig erklärte der TSV, dass er sich die Einteilung der Gruppen nach regionalen Gesichtspunkten wünsche und dass beim Re-Start mit den Spielen der Bayernliga Süd begonnen werden solle. Der TSV erklärte auch seine Zustimmung zur Erhöhung der Zahl der Auswechselungen auf fünf Spieler, befristet bis 30. Juni 2021 für alle Wettbewerbe der Herren.

Der TSV 1861 Nördlingen, vertreten durch Sportdirektor Andreas Schröter, hat den BFV in diesem Zusammenhang erneut wissen lassen, dass er den Sinn einer fortzuführenden Saison 2019/20 noch immer nicht erkennen könne und sich der Verein nach wie vor – wie in den 14 anderen von 16 Bundesländern auch – für eine Annullierung entscheiden würde bzw. entschieden hätte. „Der Wettbewerb ist maximal verzerrt; es hat fast nichts mehr mit den Mannschaften zu tun, die im März 2020 in die restliche Saison starten sollten. Zudem brachte der damalige (erste/einzige) Entscheidungsprozess wenig bis gar keine Alternative zur Abstimmung an die Basis. Die Weiterführung der Saison und nun der Ligapokal wurde/wird insbesondere damit begründet, dass eventuell eine zweite Welle der Corona-Pandemie nicht nur die ,alte’, sondern unter Umständen auch eine neue Saison 2020/2021 zur Absage bringen könnte“, schreibt Schröter an den BFV.

Der neue TSV-Sportdirektor hinterfragt auch die im Abstimmungsbogen gestellte Frage, ob man zuerst mit dem Ligapokal beginnen solle: „Das widerspricht der ursprünglichen Begründung komplett. Wenn der Ligapokal zuerst beginnt oder Ligapokal und Meisterschaftsspiele im Wechsel stattfinden, dann wird sich bei der in der ,Begründung’ angedachten zweiten Welle die Saison im Oktober/November oder Frühjahr 2021 mit absoluter Sicherheit nicht mehr weiterführen lassen. Diese Faktenlage möchten wir zur Diskussion und der weiteren Entscheidung mitteilen.“

Lob für den Weg des württembergischen Verbandes

Schröter lobt abschließend den Weg des Württembergischen Fußballverbandes (WFV), der die Saison abbrach und dem Quotientenersten ein Aufstiegsrecht einräumte: „Die Annullierung und weitere Planung des WFV sind aus unserer Betrachtung beispielhaft und in Summe speziell für den Amateurfußball logisch nachvollziehbar und mit hoher Akzeptanz behaftet.“

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