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Berlin Alexanderplatz

24.10.2012

20-Jähriger totgetreten: Verdächtiger wird weiter vernommen

Nach der tödlichen Prügelattacke am Berliner Alexanderplatz hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen.
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Nach der tödlichen Prügelattacke am Berliner Alexanderplatz hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen.
Bild: Kay Nietfeld, dpa

Nach der tödlichen Attacke auf einen 20-Jährigen am Berliner Alexanderplatz dauert die Vernehmung des Festgenommen an. Unklar ist, ob gegen ihn Haftbefehl ergehen wird.

Sieben junge Männer hatten in der Nacht zum 14. Oktober den 20-jährigen Jonny K. vor einem Lokal am Rande des Berliner Alexanderplatzes brutal zusammengeschlagen und getreten. Er starb einen Tag später wegen der Blutungen im Gehirn, die von Fußtritte der Täter gegen seinen Kopf kamen. Der 20-Jährige hatte einem betrunkenen Freund helfen wollen, als er unvermittelt von der Gruppe angegriffen wurde.

Neun Tage nach der tödlichen Prügelattacke am Berliner Alexanderplatz nahm die Polizei dann den 19-jährigen Verdächtigen fest. Am Mittwochvormittag wurde die Vernehmung des Mannes fortgesetzt. Ob er dem Haftrichter noch am Mittwoch vorgeführt wird, konnte ein Polizeisprecher nicht sagen. Die Vernehmung dauere an, hieß es. Die Polizei bestätigte auch nicht, dass den Ermittlern die Namen weiterer Verdächtiger bekannt seien.

Trauerfeier für Jonny K. am Sonntag

Die brutale Attacke hatte eine neue Debatte über Gewalt in der Hauptstadt und die Sicherheit an öffentlichen Plätzen ausgelöst. Bundespräsident Joachim Gauck, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Innensenator Frank Henkel (CDU) hatten sich wiederholt gegen jegliche Form von Gewalt ausgesprochen.

Für das Opfer ist an diesem Sonntag eine öffentliche Trauerfeier geplant. Zunächst will sich die Familie von Jonny im engsten Kreis verabschieden, sagte eine Schwester dem "Tagesspiegel". Von 15.00 Uhr an sei auch die Öffentlichkeit in dem Haus der Begegnung in Westend zugelassen. Bei der Gedenkfeier würden "Verwandte und Freunde etwas zu Jonny und seinem Leben erzählen", so die Schwester. Am Abend sei im Verwandtenkreis eine große Abschiedsparty geplant. Die Leiche des 20-Jährigen soll später eingeäschert werden. (AZ/dpa)

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