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Assia Djebar

08.02.2015

Algerische Autorin und Frauenrechtlerin im Alter von 78 Jahren gestorben

Die algerische Schriftstellerin Assia Djebar ist am Freitag in einem Pariser Krankenhaus gestorben.
Bild: Oliver Berg/Archiv (dpa)

Als Autorin und Filmemacherin, aber auch als Frauenrechtlerin, machte sich die Algerierin Assia Djebar einen Namen. Nun ist die Autorin von "Die Ungeduldigen" mit 78 Jahren gestorben.

Sie war eine der renommiertesten und einflussreichsten Autorinnen aus dem Maghreb. Am Freitag ist die algerische Schriftstellerin Assia Djebar im Alter von 78 Jahren in einem Pariser Krankenhaus gestorben. Das berichtete der algerische Rundfunk am Samstag. Demnach soll die Autorin und Filmemacherin in der kommenden Woche in ihrer Heimatstadt Cherchell westlich von Algier beerdigt werden.

Trauer um algerische Schrifstellerin: Assia Djebar ist tot

1936 kam Djebar als Fatima Zohra Imalayène in Cherchell zur Welt, mit nur 18 Jahren ging sie nach Frankreich. Dort wurde sie als erste Algerierin an einer Eliteuniversität aufgenommen. Bekannt wurde sie 1957 mit ihrem ersten Roman "La Soif" ("Durst"), ein Jahr später folgte "Les Impatients" ("Die Ungeduldigen").

Im Laufe ihrer Karriere schrieb Assia Djebar, die auch für ihren Einsatz für die Rechte von Frauen bekannt war, mehr als 15 Romane sowie Kurzgeschichten und Gedichte. Ihre Bücher schrieb sie auf Französisch - mittlerweile wurden sie in mehr als 20 Sprachen übersetzt.

Als eine der bedeutendsten Schrifstellerinenn aus dem Maghreb wurde sie in den vergangenen Jahren mehrfach als Anwärterin für den Literaturnobelpreis gehandelt. Sie lehrte an Universitäten in Algerien, Frankreich und den USA.

Assia Djebar erhiet Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Djebar wurde mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet. Im Jahr 2000 erhielt sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 2005 wurde sie in die renommierte Académie française aufgenommen. Für ihren ersten Film "La Nouba des Femmes du Mont Chenoua" bekam sie 1979 den Kritikerpreis bei den Filmfestspielen in Venedig, ihr Dokumentarfilm "La Zerda ou les chants de l'oubli" erhielt bei der Berlinale 1982 einen Sonderpreis der für den besten historischen Film. afp

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