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Baden-Württemberg
17.10.2018

Giftige Flüssigkeit tritt in Betrieb aus: 13 Verletzte

Feuerwehrkräfte sichern nach dem Austritt einer giftigen Flüssigkeit die Unfallstelle vor einem Firmengebäude.
Foto: Gress, dpa

In Sternenfels ist in einer Firma eine giftige Flüssigkeit ausgetreten und hat 13 Menschen verletzt. Grund war wohl ein technischer Defekt.

Im Baden-Württembergischen Sternenfels ist eine giftige Flüssigkeit aus einer Firma ausgetreten und hat 13 Menschen verletzt. In Lebensgefahr sei niemand, so die Polizei. Die Schwerverletzten mussten jedoch stationär behandelt werden. Ursache war wahrscheinlich ein technischer Defekt

Giftige Flüssigkeit verursachte Atemwegs- und Hautreizungen

Die Betroffenen hatten Atemwegs-, Augen- und Hautreizungen erlitten; einer klagte auch über starke Übelkeit. Weitere Einzelheiten, etwa um was für eine Firma es sich handelt, waren zunächst unbekannt. Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben, hieß es übereinstimmend.

Bei der Flüssigkeit handele es sich um den Stoff Perchlorethen. Die giftige Substanz ist auch unter dem Namen Tetrachlorethylen oder Perchlorethylen bekannt und wird als Lösungsmittel und zur Reinigung von Metallteilen verwendet, wie ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr erklärte.

Im Juli gab es einen ähnlichen Vorfall mit giftigen Dämpfen

Dass das Mittel austreten konnte, sei wahrscheinlich auf einen technischen Defekt in der Anlage der Firma zurückzuführen, mit der die Metallteile gereinigt worden seien, erklärte die Polizei. Rund 200 Liter liefen aus.

Einen ähnlichen Vorfall gab es im Juli im Baden-Württembergischen Ostalbkreis. Auf einem Betriebsgelände in Essingen (Ostalbkreis) sind damals 17 Menschen durch giftige Dämpfe verletzt worden, fünf davon schwer. Alle Betroffene klagten über Atemwegsreizungen. Sie wurden in Krankenhäusern versorgt.

Zu dem Unfall war es gekommen, als eine Ladung Altmetall geliefert wurde. Unter dem Schrott sollen sich mindestens drei etwa 30 Zentimeter hohe Kanister mit einer Chemikalie befunden haben. Laut Aufschrift handelte es sich dabei um Allylisothiocyanat. Der Stoff hat einen sehr scharfen Geruch und kann auf der Haut stechende, brennende Schmerzen, Entzündungen, Blasen bis hin zu Geschwüre hervorrufen.  (AZ/dpa)

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