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Kriminalität

14.03.2014

China: Händler ersticht fünf Menschen

Sicherheitskräfte haben in Chinas Unruheprovinz Xinjiang eine Straße gesperrt.
Bild: Diego Azubel/Archiv (dpa)

In China wurden heute fünf Menschen von einem Händler erstochen. Auslöser soll ein Streit mit einem anderem Händler gewesen sein. Der Mann wurde von der Polizei erschossen.

Ein Händler in China hat nach einem Streit am heutigen Freitag fünf Menschen erstochen. Auslöser für die Tat soll eine Auseinandersetzung zwischen zwei Händlern gewesen sein. Zunächst habe er mit einem Küchenmesser seinen Gegner angegriffen. Danach rannte er auf die Straße und erstach mehrere Passanten. Behördenvertreter bestätigten die "Streit"-Version. Schließlich wurde der Angreifer von Beamten erschossen, so die Polizei aus Shangsha.

Messerstecherei habe keinen terroristischen Hintergrund

Laut einem Behördenvertreter der Stadt Shangsha in der Provinz Hunan, habe der Vorfalll auf dem Markt keinen terroristischen Hintergrund. Vier der Toten waren unbeteiligte Passanten, wie die Polizei auf der Twitter-ähnlichen Plattform Sina Weibo bekannt gab.

Im Internet wurden Fotos von drei blutigen Leichen auf einer Straße veröffentlicht. Zunächst war aber die Echtheit der Bilder unklar. Außerdem berichtete ein Rundfunksender aus Hunan, dass eine der Toten eine 80-jährige Passantin sei. Die Zeitung "Hunan Evening News" sprach von zwei Festnahmen. Die Nachrichtenagentur Xinhua hingegen gab an, dass eine "Gruppe von Messerstechern" in den Vorfall verwickelt gewesen sei.

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29 Tote und über 140 Verletzte bei Messerangriff in Kunming

Noch vor zwei Wochen wurden in der Stadt Kuming bei einem Messerangriff fast 30 Menschen getötet und über 140 verletzt. Es wurden uigurische Extremisten aus der westlichen Provinz Xinjiang verantwortlich gemacht. Laut der "Evening News" seien auch die Händler von der heutigen Messerstecherei aus Xingjiang. Diese Informationen sind allerdings noch nicht bestätigt.

Nach dem Angriff in Kunming sieht sich die Regierung in Peking als Opfer einer gewaltsamen islamistischen Seprartistenbewegung. Diese Menschenrechtsgruppen greifen Behörden und Polizei in Xingjiang als Folge der kulturellen und sozialen Diskriminierung der muslimischen Minderheit der Uiguren an. Denn die Uiguren werden durch die systematische Siedlungspolitik Pekings immer weiter an den Rand gedrängt. afp/AZ

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