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DVB-T2 HD
30.05.2016

HD-Fernsehen über Antenne: Probebetrieb startet in Deutschland

DVB-T2 bringt künftig HD-Programme über die Antenne.
Foto: Britta Pedersen (dpa)

DVB-T2 HD kommt nach Deutschland: Das HD-Antennenfernsehen startet am Dienstag den Probebetrieb mit sechs Programmen. Was bedeutet das für Nutzer von DVB-T?

Bald gibt es HD-Fernsehen nicht nur über Kabel und Satellit, sondern auch über Antenne. Wie die von Sendern und Medienanstalten getragene Initiative DVB-T2 HD in München mitteilte, startet der Probebetrieb am 31. Mai mit sechs Programmen.

Zu empfangen sind die Sendungen zunächst in etwa zwei Dutzend Großstädten. Um die Signale zu entschlüsseln, sind neue Settop-Boxen notwendig - alte

DVB-T2 HD: Am Anfang nur sechs Sender

Anfangs werden nur ARD, ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben und Vox ausgestrahlt. Die Privatsender sind während des knapp einjährigen Probebetriebs verschlüsselt, aber kostenlos zu empfangen. Danach müssen die Zuschauer dafür zahlen.

In Deutschland schauen rund 90 Prozent der Haushalte über Satellit und Kabel fern.

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30.05.2016

Was bedeutet es denn nun für die Nutzer von DVB-T? An der interessantesten Stelle bricht der Absatz ab. "Um die Signale zu entschlüsseln, sind neue Settop-Boxen notwendig - alte" (Boxen sind nicht für den neuen Standard geeignet, müsste es wohl weitergehen.)


Aber das ist noch nicht der Kern des Pudels.


Das bisherige DVB-T wird nämlich nach Beendigung des Probebetriebs, wenn der reguläre Betrieb von DVB-T2 beginnt, abgeschaltet. Die Frequenzen werden für DVB-T2 gebraucht, es sind die selben. Und das bedeutet, dass die bisherige Hardware von denen, die ihr Fernsehen jetzt über DVB-T empfangen, dann schrottreif ist, obwohl noch voll funktionsfähig.

Früher (z.B. bei der Einführung des Farbfernsehens oder des Stereotons auf Schallplatten) hat man auf Abwärtskompatibilität geachtet. Man konnte den Schwarz-Weiß-Fernseher weiter benutzen und auch den alten Mono-Plattenspieler. "Stereo, auch Mono abspielbar.") Heute setzt man (und offenbar sogar regierungsseitig, denn bei der Frequenzvergabe reder der Staat mit) lieber auf geplante Obsoleszenz.

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