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25 Jahre Diddl

14.10.2015

Das plant der Diddl-Erfinder für seine berühmte Maus

Die Diddl-Maus wird 25 Jahre alt.
Bild: Archivbild, Timo Jann (dpa)

Warum wurde aus einem Känguru die Diddl-Maus? Was führte zum Erfolg? Und wie geht es weiter? Erfinder Thomas Goletz beantwortet zum 25. Geburtstag der Figur 25 Fragen.

Wer sich mit Mäusen im Haus herumschlägt, der weiß: Man wird die kleinen Plagegeister so schnell nicht los. Genauso ist es mit der Diddl-Maus, die in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag feiert. Es ist zwar stiller um die Maus mit den großen Füßen geworden, aber es gibt sie noch. Thomas Goletz brachte sie vor 25 Jahren quasi auf die Welt und ließ damit Kinderherzen höher schlagen.

In den 1990er Jahren wurde sie gesammelt und getauscht, blattweise, denn sie fristete ihr Dasein gern auf Schreibblöcken. Später gab es sogar über 5000 Diddl-Produkte, die in 26 Ländern der Welt verkauft wurden. Wir haben dem Vater der Maus 25 Fragen gestellt.

In der TV-Sendung „Wir sind Deutschland“ wurde die Diddl-Maus zu einem von 20 Helden der letzten 25 Jahre gekürt. Hat Sie das überrascht?

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Thomas Goletz: Ja, ehrlich gesagt schon, dennoch fand ich es ganz große Klasse, dass Diddl diesen Ehrenplatz neben Helmut Kohl, Helene Fischer, Michael Schumacher und Co. erhalten hat.

Wie haben Sie den 25. Geburtstag Ihrer Diddl-Maus gefeiert?

Goletz: Mit unserem neuen Diddl-Team von Kiddinx haben wir ein paar Flaschen Löchersberger Käselimonade aufgemacht und auf das Jubiläum angestoßen.

Was haben Pumuckl, Bibi Blocksberg und die Diddl-Maus gemeinsam?

Goletz: Ich denke, dass sie alle von ihren Schöpfern mit sehr viel Liebe und Herzblut kreiert wurden und so zu echten Klassikern werden konnten.

Die Maus war ja ursprünglich ein Känguru. Warum haben Sie sich für die Maus entschieden?

Goletz: Damit ich sie leichter in ein Käseloch stecken kann. Haben Sie das schon mal mit einem Känguru versucht?

1991 ist die erste von 48 Diddl-Postkarten erschienen. Was war darauf zu sehen?

Goletz: Diddl sitzt auf einem Käseplaneten und winkt freudig zum Betrachter. Dieses Motiv wurde übrigens mehrmals im Laufe der Zeit aktualisiert. So kann man gut die Entwicklung von Diddl erkennen.

Stammen die Texte „An dir möcht ich ewig kleben, denn du versüßt mein Liebesleben“ oder „Supersahnesaustark“ auch von Ihnen?

Goletz: Ja, die meisten Texte stammen aus meinem kreativen Großhirnwürfelbecher.

Hat der Name Diddl eine Bedeutung?

Für welche Zielgruppe war die Maus mit den riesigen Füßen gedacht?

Goletz: Für alle Menschen, egal ob jung oder alt, die sich an Diddl und seiner blubberbunten Welt erfreuen können.

Was bedeutet eigentlich der Name Diddl?

Goletz: Er hat keinerlei Bedeutung. Er ist ein purer Fantasiename, den ich rein nach dem Klang gebildet habe. Er sollte einfach gut zu meiner Maus passen.

Sie waren 22 Jahre alt und hatten Ihre Ausbildung als Grafiker abgeschlossen. War Ihre erste Auftragsarbeit gleich ein so sensationeller Erfolg?

Goletz: Nicht ganz, Diddl war keine Auftragsarbeit. Die ersten Zeichnungen und Postkarten von Diddl entstanden einfach so aus purer Freude. Ich denke, so ein Erfolg muss in erster Linie aus dem Herzen und Bauch heraus entstehen und darf keine reine Kopfsache sein. Die Grußkartenfirma Depesche kaufte diese Postkartenentwürfe und brachte 1991 einen Kartenständer mit 48 Motiven auf den Markt. Diese kamen von Anfang an sehr gut beim Publikum an.

Später haben Mädchen und Jungen in der Schule angefangen, Diddl-Blätter zu tauschen. Ein kurioses Hobby, oder?

Goletz: Ja, das hat uns alle selbst ziemlich überrascht. Es sollten ja einfach nur Schreib- und Notizblöcke sein, doch dann haben die Diddl-Fans einen viel sinnvolleren Zweck dafür entdeckt. Es wurde deutschlandweit, in allen Schulpausen und sogar während des Unterrichts heimlich unter der Bank getauscht. Manche Lehrer führten offizielle Block-Blatt-Tausch-Stunden ein, um Kontrolle über dieses Phänomen zu bekommen.

1998 gab es dann 2400 Diddl-Produkte. Welches ist Ihr Lieblingsprodukt?

Goletz: Immer noch die Diddl-Postkarten, mit denen alles angefangen hat und die nun wieder in ganz neuer, digitaler Aufmachung erscheinen werden.

Was ist das Kurioseste, das es von Diddl gibt?

Goletz: Onkel Diddldaddl Blubberpengs „Im-wahrsten-Sinne-des-Wortes-Sonnenschirm“. Ein Regenschirm mit eingebauten Sonnenscheinwerfern, der bei schlechtem Wetter benutzt wird, um die Laune zu heben.

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