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Umstrittene Aktion

13.06.2019

Hund auf Grill: Peta sorgt für Wirbel im Netz

In Halle an der Saale und in Jena hat die Organisation Peta eine Hunde-Attrappe auf einen Grill gebraten.
Bild: Peta Deutschland

Die Tierschutzorganisation Peta hat am Mittwoch in Halle an der Saale für Aufsehen gesorgt. Die Aktivisten hatten einen (vermeintlichen) Hund auf einen Grill gelegt.

Eine umstrittene Aktion der Tierschutzorganisation Peta hat Wirbel in den Sozialen Netzwerken gesorgt. Diverse Medien titelten: "Peta grillt Hund auf Marktplatz".

Stimmt das? Jein. Aus Protest gegen die Ungleichbehandlung von Haus- und Nutztieren hatten Peta-Aktivisten am Mittwoch auf dem Marktplatz von Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt) eine Hundeattrappe auf einen Grill gelegt. Zuerst berichtet die Mitteldeutsche Zeitung.

Die Begründung für die Aktion: "Es macht keinen Unterschied, ob das Fleisch auf unseren Tellern von einem Huhn, Rind oder Hund stammt – denn alle Tiere leiden gleich", sagte Jens Vogt, Aktionskoordinator bei Peta.

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Peta will mit der Aktion wachrütteln

Peta stellte zu der Hundeattrappe auf dem Grill die Frage: "Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?" Mit der gleichen Aktion sorgte Peta am Mittwoch auch in Jena (Thüringen) für viel Wirbel.

In den sozialen Netzwerken löste die Berichterstattung über die umstrittene Aktion zahlreiche Reaktionen aus. Auf Facebook wurde der Artikel der Mitteldeutschen Zeitung mehr als 660 Mal kommentiert.

Kommentare gegen und für die Aktion von Peta

Viele dieser Kommentare drehen sich um die Aktion selbst, andere reagieren auf die eigentliche Botschaft. Eine Facebook-Nutzerin schreibt: "Ich esse weiter meinen Braten, Steak oder sonst was. Ich lass es mir von denen nicht vermiesen. Die können doch essen, was sie wollen." Ein anderer meint: "Ich hab nichts gegen Veganer usw., aber solche Aktionen gehen zu weit... Und sorry, aber es gibt nunmal Unterschiede zwischen Nutztieren und Haustieren."

Es gibt aber auch Menschen, die die Aktion von Peta unterstützen. So schreibt eine Nutzerin: "Die Aufregung hier ist völlig richtig und zeigt, dass die Aktion ihr Ziel erreicht hat. Der Punkt ist allerdings, dass ein Bericht über ein Spanferkel auf dem Markt keine derart heftige Reaktion in den Kommentaren verursacht hätte."

 

Am Freitag soll es eine weitere Aktion in Hamburg geben, bei der wieder eine Hundeattrappe gegrillt werden soll. Die Aktion startet ab 12.30 Uhr am Barbecue-Festival in der Großen Elbstraße in Hamburg. (AZ)

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