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"Tagesschau"-Sprecherin

03.07.2017

Linda Zervakis: "Mein Spitzname war Zaziki. Ich bin oft verprügelt worden"

"Tagesschau"-Sprecherin Linda Zervakis hat in einem Interview offen über das Thema Mobbing gesprochen. Wegen ihrer griechischen Wurzeln sei sie früher selbst zum Opfer geworden.
Bild: Henning Kaiser (dpa), Archivbild

Linda Zervakis hat in ihrer Schulzeit mit Mobbing wegen ihrer griechischen Wurzeln zu kämpfen gehabt. Auch heute noch werde die "Tagesschau"-Sprecherin mit Klischees konfrontiert.

Linda Zervakis hatte es in ihrer Schulzeit nicht leicht. Wegen ihrer griechischen Wurzeln sei sie immer wieder zum Mobbing-Opfer geworden. "Mein Spitzname war Zaziki. Ich bin oft verprügelt worden", erzählte die Sprecherin der "Tagesschau" der Süddeutschen Zeitung in einem Interview. Verteidigt habe sie sich, indem sie ihre Drangsalierer mit kleingebissenen Möhren bespuckt habe. "Irgendwie musste ich mich wehren."

Mit Klischees werde Zervakis auch heute noch konfrontiert - sie reagiere darauf aber nicht mehr beleidigt.

Linda Zervakis in der ARD: Bis heute frei von negativen Reaktionen

Aufgrund ihrer griechischen Wurzeln rechnete Zervakis bei ihrem Einstieg in die ARD-Nachrichtensendung "Tagesschau" vor vier Jahren auch mit negativen Reaktionen seitens der Fernseh-Zuschauer - immerhin war die Griechenland-Krise zu dieser Zeit Topthema. Doch bis heute sei keine einzige negative E-Mail bei ihr angekommen. "Mittlerweile ist es doch selbstverständlich, dass nicht nur Busfahrer und Fußballer einen ausländischen Hintergrund haben, sondern auch Nachrichtensprecher. Hat ja lang genug gedauert", so die 41-jährige Zervakis. dpa/AZ

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