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Soziales

03.06.2020

Marathon mit dem Rollator: Ein Junge mit besonderem Willen

Der neunjährige Tobias Weller aus Sheffield läuft einen Marathon mit seinem Rollator. Die Aktion ist für den guten Zweck.
Bild: Joe Giddens, dpa

Immer wieder ist ein kleiner Junge aus Sheffield mit seinem Rollator auf der Straße auf- und abgelaufen. 43 Kilometer wollte er schaffen. Was es damit auf sich hat.

Anfeuerungsrufe und Klatschgeräusche werden laut, als der neunjährige Tobias Weller aus Sheffield kurz vor der Vollendung eines ganz besonderen Marathons steht. 70 Tage hat er dafür gearbeitet, nun schiebt er seine Gehilfe über die Ziellinie.

"Ginormous Challenge": Was Tobias Weller zu seiner Aktion bewegte

Tobias ist an Autismus und zerebraler Kinderlähmung erkrankt. Immer wieder ist er die Straße auf- und abgelaufen, bis er die knapp 43 Kilometer geschafft hatte. Dabei kam er in den ersten Tagen maximal 50 Meter weit. Doch schon nach kurzer Zeit waren es täglich bis zu 750 Meter. Die Aktion, die der Junge in einem Video als „Ginormous Challenge“ betitelte, eine Riesen-Herausforderung, erregte landesweit Aufsehen.

Am Ende sperrte die Polizei sogar die Straße, damit Tobias seinen Marathon ungestört beenden konnte. „Ich kann nicht glauben, dass ich gerade einen Marathon absolviert habe“, erzählt Tobias danach stolz. „Jeden Tag stärker und stärker zu werden, ist so ein gutes Gefühl.“

Mit dem ungewöhnlichen Marathon sammelt der kleine Junge Spenden

Natürlich sollte die Aktion noch einen weiteren Zweck erfüllen. Tobias sammelte mit ihr Spenden für das Sheffield Krankenhaus für Kinder, in dem er mehrmals operiert wurde, und für seine Schule. Eigentlich hoffte er, an die 500 Euro zu sammeln. Doch dank des riesigen Anklangs wurden über 84.000 Euro daraus.

 

Auf die Idee gekommen war der Junge, nachdem er den Geburtstagslauf des 100-jährigen Kriegsveteranen Captain Tom Moore gesehen hatte. Seine Mutter, Ruth Garbutt, sagt, dass Tobias noch weiterlaufen möchte und jetzt die 50 Kilometer in Angriff nehme. „Ich bin so dankbar dafür, dass er seinen Marathon beendet hat“, sagt sie. „Ich platze vor Stolz auf meinen kleinen Jungen.“

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