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17.02.2015

Martin Luther als Playmobilfigur nach 72 Stunden ausverkauft

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Martin Luther gibt es auch als Playmobilfigur. Die erste Auflage ist bereits vergriffen.
Bild: Playmobil

Playmobil hat eine Figur von Martin Luther produziert. Die Auftragsarbeit war in Rekordzeit vergriffen. Eine Online-Petition fordert nun auch eine Wartburg von Playmobil.

Nur 72 Stunden hat es gedauert, dann war die Playmobil-Figur von Martin Luther ausverkauft. Damit ist sie die Sonderfigur des Spielwarenherstellers, die bisher am schnellsten vergriffen war.

Anfang Februar wurde die kleine Plastikfigur bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Sie wurde von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) und der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg (CTZ) bei Playmobil in Auftrag gegeben. Anlass ist die derzeit stattfindende Reformationsdekade (2008 bis 2017) sowie Nürnbergs Bedeutung als Medienzentrum in der Reformationszeit. Die erste Auflage von Luther im Kleinformat war auf 34.000 Stück limitiert.

Reformator Martin Luther als Playmobilfigur: in Rekordzeit vergriffen

Die Sonderfigur gab es ausschließlich bei den Tourist-Informationen in Nürnberg und ihrer Internetseite zu kaufen. "Sie war hauptsächlich für Kulturreisende gedacht, die im Rahmen des Lutherjahrs nach Deutschland kommen", sagt Anna Ermann, Pressesprecherin von Playmobil. "Als Mitbringsel. Aber natürlich ist sie auch zum Spielen für Kinder ab vier Jahren geeignet." In einem der Box mit der Figur beiliegenden Miniaturprospekt mit Deutschlandkarte sind alle 36 Wirkungs- und Lebensstationen Luthers dargestellt.

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In der Vergangenheit hatten die gleichen Auftraggeber bereits Albrecht Dürer als Spielfigur herstellen lassen. Und auch andere historische Figuren für zum Beispiel Museen hat Playmobil bereits gefertigt. Der Bamberger Reiter, Otto, der Große und Götz von Berlichingen kamen ebenfalls gut beim Publikum an - aber keiner von ihnen war so schnell ausverkauft wie Martin Luther. "Die Figur war in Rekordzeit vergriffen. Das dass so schnell geht, damit hätten wir nicht gerechnet", sagt Anna Ermann von Playmobil. "Aber wir waren schon auf eine Nachproduktion vorbereitet. Schließlich soll es auch 2017 zum Jubiläum der Reformation noch Figuren im Verkauf geben." Mit der Nachproduktion habe Playmobil bereits begonnen. Die zweite Auflage wird es vermutlich ab Ende April geben.

Eine Online-Petition auf Facebook fordert eine Playmobil-Wartburg für Luther

Da das Spielen alleine mit Luther auf Dauer langweilig werden könnte, wurde auf Facebook nun eine Petition gestartet, die für den Playmobil-Luther auch eine entsprechende Wartburg fordert. "So erfreulich es ist, dass Playmobil eine Luther-Spielfigur heraus gebracht hat, steht der Reformator verloren da: Keine Wartburg, kein Friedrich der Weise, kein Papst, keine Karlstadt, kein Tintenfass. Gebraucht wird auch dringend Katharina von Bora und ein Ergänzungsset Junker Jörg", steht auf der Seite, die bereits über 900 "Likes" hat.

Mit diesem zusätzlichen Spielzeug ist aber wohl vorerst nicht zu rechnen. "Das ist eine nette Idee", sagt Anna Ermann. "Aber es müsste sich dabei auch um eine Auftragsarbeit handeln." Diese halte sie für unwahrscheinlich, denn ihrer Meinung nach würden nur wenige Menschen eine hochpreisige Wartburg kaufen. "Der Playmobil-Luther kostet 2,39 Euro. Aber eine Wartburg würde bei 80 Euro plus liegen. Das wird sich wahrscheinlich nicht rentieren." Zudem handele es sich bei der Figur immernoch hauptsächlich um einen Teil einer Werbeaktion.

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