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Missbrauchsvorwürfe
26.02.2019

R. Kelly zahlt Kaution und verlässt Gefängnis

R. Kelly ist wegen sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen angeklagt worden.
Foto: Victor Hilitski/Chicago Sun-Times via AP, dpa

R. Kelly hat in Chicago eine Kaution von 100.000 Dollar hinterlegt. Kurz darauf verließ der Sänger, der sich am Freitag der Polizei gestellt hatte, das Gefängnis.

US-Sänger R. Kelly ist gegen Kaution wieder aus der Haft entlassen worden - kurz nachdem er sich wegen des mutmaßlich sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen vor Gericht verantworten musste.

Videos zeigen den Musiker, wie er am Montag in hellblauer Winterjacke und mit seinem Anwalt in einen schwarzen Van steigt. Dutzende Fotografen warteten dabei auf den 52-Jährigen.

R. Kelly gegen Kaution frei

Nach Angaben der amerikanischen Behörden hat R. Kelly die geforderte Summe von 100.000 Dollar hinterlegt, das entspricht etwa einem Zehntel der Gesamtkaution. Diese war auf rund eine Million Dollar festgesetzt worden.

Der Sänger, der dank Hits wie "I Believe I Can Fly" weltberühmt wurde, hat sich am Freitag der Polizei in Chicago gestellt. Vor Gericht hat der 52-Jährige nach den Vorwürfen wegen sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen auf nicht schuldig plädiert. Der R&B-Musiker erschien Medienberichten zufolge am Montag in Chicago in orangefarbener Häftlingsuniform im Gerichtssaal.

Die besagten Fälle stammen aus den Jahren 1998 bis 2010 und drehen sich um vier Opfer. Drei der Opfer waren zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Missbrauchs jünger als 17 Jahre.

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Video soll R. Kelly beim Sex mit einer 14-Jährigen zeigen

Einige der Anklagepunkte gehen zurück auf ein Video, das Kelly beim Sex mit einem 14 Jahre alten Mädchen zeigen soll. Gefunden hatte es Anwalt Michael Avenatti, der zwei von Kellys mutmaßlichen Opfern vertritt. Avenatti war Berichten zufolge am Montag ebenfalls anwesend und kündigte auf Twitter an, ein zweites Beweis-Video zur Verfügung zu stellen. Er und sein Team hätten es bei "landesweiten Ermittlungen im Namen der Opfer" gefunden. "Es muss Gerechtigkeit einkehren."

Kellys Anwalt Steve Greenberg sagte zu den Vorwürfen am Samstag, dass Kelly ein "Rockstar" sei und "keinen nicht-einvernehmlichen Sex haben muss".

Die ersten Vorwürfe gegen R. Kelly wurden vor 20 Jahren bekannt, verurteilt worden ist der dreifache Grammy-Gewinner bisher nicht. Neues Aufsehen erregten sie mit einer TV-Dokumentation Anfang Januar. Seitdem gab es mehrere Proteste gegen Konzerte Kellys, auch in Deutschland. Das zum Konzern Sony Music gehörende Label RCA beendete seine Zusammenarbeit mit Kelly Berichten zufolge. (dpa/AZ)

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