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Südtirol

31.01.2020

Nach Unfall mit sieben Toten: Fahrer unter Hausarrest im Kloster

Bei einem Unfall in Luttach, Südtirol, sind sieben Menschen gestorben.
Bild: Lino Mirgeler, dpa (Archiv)

Ein 27-Jähriger verursachte in Luttach betrunken einen Unfall, bei dem sieben Deutsche starben. Nun ist er unter Polizeischutz in einem Kloster untergebracht.

Der Unfallfahrer von Südtirol, der sieben Deutsche getötet hat, kommt vom Gefängnis in Hausarrest in ein Kloster. Der 27-Jährige sei nach Einwilligung des Untersuchungsrichters in das Kloster Neustift bei Brixen gebracht worden, sagte Stiftsverwalter Fabian Schenk. Dort sei er mit Polizeischutz unterbracht. "Die Klostergemeinschaft hat den Zuflucht-Suchenden im christlichen Geist der Nächstenliebe aufgenommen und wird ihm Schutz, Gebet und Menschlichkeit bieten", erklärte der Prälat Eduard Fischnaller. 

Italienische Medien berichteten, der Beschuldigte dürfe an der Messe teilnehmen und Besuche empfangen. Er werde anschließend psychiatrisch betreut. Er werde ständig von Polizisten bewacht.

Nach tödlichem Unfall in Luttach: Fahrer im Kloster unter Hausarrest

Der Mann war am 5. Januar betrunken in dem Ort Luttach in eine Gruppe deutscher Skiurlauber gerast. Sechs waren sofort tot, eine Frau starb später im Krankenhaus. Die meisten Opfer kamen aus Nordrhein-Westfalen. 

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Der Fahrer hatte eingeräumt, zu viel getrunken zu haben und das Unglück zu bereuen. Der Richter hatte zunächst Gefängnis angeordnet, in Bozen war der Mann bisher in Untersuchungshaft. Dem 27-Jährigen wird mehrfache Tötung im Straßenverkehr vorgeworfen. Ihm drohen bis zu 18 Jahre Haft. Sein psychischer Zustand soll sehr labil sein, bei einem Verhör soll er mehrfach zusammengebrochen sein. 

Sein Anwalt Alessandro Tonon bestätigte, dass der 27-Jährige nun in Hausarrest sei. Er wolle aus Rücksicht auf alle Beteiligten aber keine weiteren Details bekanntgeben. Das Portal tageszeitung.it berichtete, dass die Anwälte beantragt hätten, dass der Fahrer den Hausarrest in der Wohnung seiner Mutter verbringt. Dies habe der Richter in Bozen aber abgelehnt. 

Das Kloster liegt idyllisch und wird auch als Touristenort, Schülerheim und Bildungshaus benutzt, das nach eigenen Angaben jährlich knapp 1000 Veranstaltungen, Seminare, Lehrgänge und Kongresse zu verschiedenen Themen organisiert. (dpa)

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