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Madagaskar

16.01.2017

Pest tötet mindestens 27 Menschen in Madagaskar

Regenzeit in Madagaskar (Archivfoto): Immer wieder sterben Menschen dort an der Pest. 500 Opfer sind es seit 2010.
Bild: dpa-Archiv

Die Beulenpest ist auf der Insel Madagaskar immer noch nicht ausgerottet. Erneut haben sich 68 Menschen mit der Krankheit infiziert, mindestens 27 sind gestorben.

Im Süden von Madagaskar sind 27 Menschen der Pest zum Opfer gefallen. Insgesamt 68 Menschen haben sich demnach in den Regionen Atsimo-Atsinanana und Ihorombe mit der Pest infiziert, wie es in einer am Montag verbreiteten Mitteilung der Gesundheitsbehörden hieß. Neben der Beulenpest gebe es auch fünf Fälle der leicht übertragbaren Lungenpest. Noch seien nicht alle Fälle durch Labortests bestätigt worden.

Vergangene Woche wurden demnach telefonisch etwa 30 weitere Pest-Fälle aus abgeschiedenen Dörfern in Ihorombe gemeldet. Dafür gibt es aber noch keine Bestätigung der Behörden, wie es in der gemeinsamen Mitteilung von Gesundheitsministerium und Weltgesundheitsorganisation (WHO) hieß.

500 Pest-Tote in Madagaskar seit 2010

Die Beulenpest wird durch einen Floh verbreitet, der sich gerne Ratten zum Wirt nimmt. Sie führt zu geschwollenen Lymphknoten. Die Lungenpest hingegen gelangt über die Atemluft von Mensch zu Mensch. Symptome sind unter anderem Husten und blutiger Auswurf. Bei früher Diagnose sind die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. Madagaskar weist die meisten Pest-Fälle weltweit auf. Seit 2010 zählte die WHO dort rund 500 Pest-Tote. dpa

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