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SternTV
18.06.2014

Exotische Haustiere immer häufiger ausgesetzt

Mit Klebenband umwickelt sollte diese exotische Schildkröte in einen deutschen Haushalt geschmuggelt werden.
Foto: Zollfahndungsamt Frankfurt,dpa

In deutschen Tierheimen landen immer mehr exotische Haustiere. Der Grund: Die Exoten werden von ihren Haltern ausgesetzt. SternTV nimmt sich den "Leiden exotischer Haustiere" an.

Die Tiere werden zu groß, sind zu  teuer und keineswegs so leicht zu halten, wie oft angenommen. Weil sie überfordert sind, setzen Halter exotischer Tiere diese immer wieder einfach aus. Danach gibt es für die Exoten zwei Möglichkeiten. Entweder sie sterben aufgrund der hiesigen klimatischen Bedingungen oder sie landen in Tierheimen.

Exotische Haustiere landen häufig in Tierheimen

Letztere sind allerdings ebenso wie die ehemaligen Halter mit den exotischen Tieren überfordert, denn eine adäquate Betreuung ist kaum möglich oder zu kostspielig. Auch die Weitervermittlung solcher Tiere scheitert häufig. Deshalb werden spezielle Auffangstationen benötigt.

In München beispielsweise gibt es eine solche. Doch die ist mehr als ausgelastet. Immer wieder wird die Kapazitätsgrenze erreicht. Kein Wunder, wurden 2012 laut Pro Wildlife mehr als 250 Fälle von entwischten Exoten aus Privathaushalten verzeichnet. Die Dunkelziffer sei aber höher, vor allem kleine Tiere blieben oft unentdeckt. Die meisten exotischen Tiere seien in Bayern gefunden worden, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Exotische Tiere haben Anforderungen in der Haltung

Wie Pro Wildlife gegenüber unserer Zeitung erklärt, würden Exotische Haustiere bei manchen als trendige Wohn-Accessoires gelten. Gerade bei Reptilien boomt der Markt, denn sie würden häufig als unkomplizierte, anspruchslose "Haustiere" beworben, die weder Allergien auslösen noch Gassi-Gehen einfordern und wenig Futter brauchen. Dabei haben gerade diese Exoten ganz spezielle Ansprüche in der Haltung. Konkret müsse für die passenden Temperatur, Feuchtigkeit und Futter gesorgt werden. 

SternTV beschäftigt sich mit dem "Leiden exotischer Haustiere"

Doch woher kommen die exotischen Tiere, die hierzulande zum Kauf angeboten werden? Und wer kontrolliert die Verkäufe? Mit dieser Frage beschäftigt sich die heutige Ausgabe von sternTV.  Dafür sah sich ein Reporterteam auf einer der weltweit größten Tierbörsen um. Laut sternTV seien dabei sogar vom Aussterben bedrohte Tierarten entdeckt worden.

Ob es einer strengeren  Reglementierung des Handels mit exotischen Wildtieren bedarf, diskutieren in der Sendung die Veterinärmedizinerin Dr. Henriette Mackensen vom deutschen Tierschutzbund und der Reptilienforscher Heiko Werning unter Anleitung von Moderator Steffen Hallaschka. (shh)

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