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Tatort-Kritik
19.09.2016

Pressestimmen zum Tatort gestern: "Ein düsterer und mutiger Krimi"

Der Tatort "Freitod" kommt aus der Schweiz. Die Ermittler sind Kommissarin Liz Ritschard (Delia Mayer) und Kommissar Reto Flückiger (Stefan Gubser).
Foto: SRF/Daniel Winkler (dpa)

Der Tatort "Freitod" behandelt das sensible Thema Sterbehilfe. "Ein mutiger Krimi" sagen die einen, ein "weitgehend haltungsloser Tatort" die anderen. Hier die Pressestimmen.

Im Schweizer Tatort "Freitod" befasst sich das Ermittlergespann Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) mit dem sensiblen Thema Sterbehilfe. Die Meinungen zu dem Krimi gehen auseinander, wie der Pressespiegel zeigt.

"Die Schweizer geizen nicht mit drastischen Bildern, sie kontrastieren das friedliche Einschlafen mit dramatischen Todeskämpfen. Ein wenig blutleer bleiben in 'Freitod' nur die Kommissare. Stefan Gubser als Reto Flückiger und Delia Mayer als Liz Ritschard haben kaum Gelegenheit, sich in diesem Lehrstück über Leben, Alter, Krankheit und Tod zu profilieren." Merkur

"Die Sympathie des Drehbuchs liegt klar bei den Sterbehelfern, die Lebensschützer erscheinen als Nervensägen. Das entspricht dem gesellschaftlichen Trend, die Zustimmung zum assistierten Suizid wächst. Sein schwieriges Thema bewältigt dieser 'Tatort' mit arg künstlichen Konstruktionen. Doch man drücke ein Auge zu. Die richtige Mischung aus Sterbeethik, Unterhaltung und Mordgeschichte will gefunden sein." Neue Zürcher Zeitung

"Ein unausgegorener, weitgehend haltungsloser 'Tatort', auf den wir konsequent mit einer, zugegeben, unausgegorenen, weitgehend haltungslosen Bewertung reagieren: 5 von 10 Punkten." Spiegel

Pressestimmen zum Tatort: Der Film ist eine einzige Debatte

"Unbeholfen, aber mit eindringlichen Momenten und einem spektakulären Schluss befassen sich im 'Tatort: Freitod' die Schweizer Ermittler Flückiger und Ritschard mit dem Thema Sterbehilfe." RP Online

"Das Geschehen kann mit dem philosophischen Überbau allerdings in keiner Weise mithalten. Hier besteht eher die Gefahr, sich bei den gedehnten Wortmeldungen des nunmehr einzigen Transitus-Vorsitzenden Dr. Hermann (Andreas Matti) zu Tode zu langweilen. Vielleicht ist die Synchronisation schuld, gedreht wird schließlich auf Schweizerdeutsch. Immerhin bringt Martin Aichinger ein wenig Unberechenbarkeit in diesen statischen Debattenfilm. Und auch die Auflösung hält eine kleine Überraschung parat, für die es zwar reichlich spät ist, aber die doch zeigt, was bis dahin fehlte: eine unbekümmerte Rücksichtslosigkeit gegenüber der Frage, wie sozialverträglich die Botschaft ist." Frankfurter Allgemeine

"Der neue Schweizer 'Tatort' ist spannend inszeniert und zugleich alles andere als leichte Kost. 'Freitod' ist sicher ein geeigneter Titel für diesen ebenso düsteren wie mutigen Krimi." Stern

"Leider ließen die Autorinnen in Zusammenarbeit mit Regisseurin Sabine Boss die Chance auf einen interessanten Fall rund um das Thema Sterbehilfe verstreichen. Das hat viele Gründe: Ihre Figuren wirkten hölzern und agierten zum Teil grotesk überzogen." Kölner Stadtanzeiger

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